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Der Flexibus wird flexibler

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    Flexibus: Besserer Service mithilfe einer App

    Bislang konnten Bürger den Flexibus maximal eine halbe Stunde vor der Fahrt buchen. Eine neue App sorgt jetzt dafür, dass die Kunden jederzeit buchen können. Auch bezahlen ist per App möglich. Infos über Anschlussbusse oder -Züge gibt es außerdem.

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    Von
    • Peter Allgaier
    • Roswitha Polaschek

    Das Busunternehmen Brandner hat im Rahmen einer Pressekonferenz Verbesserungen für den Flexibus vorgestellt. Der schwäbische Rufbus muss bislang über das Telefon zu vorgegebenen Zeiten reserviert werden. Jetzt ist eine Buchung jederzeit mittels einer App möglich. Das Busunternehmen greift dabei auf eine bestehende Software des Anbieters Via zurück, der das Buchungssystem weltweit in 200 Regionen einsetzt.

    Flexibus-Fahrt per App buchen und zahlen

    Eine Fahrt zu reservieren war bislang maximal 30 Minuten vor Fahrtantritt möglich, jetzt können Gäste sofort buchen. Auf der App können sie live verfolgen, wie sich der Bus nähert und wie lange sie noch warten müssen. Statt Barzahlungen im Fahrzeug sind nun auch Online-Zahlungen über Paypal oder Kreditkarte möglich. Nach der Fahrt kann der Kunde ein Feedback über eine Sternebewertung geben. Die App zeigt nicht nur Fahrten mit dem Flexibus an, sondern auch weiterführende Verbindungen, die etwa die Deutsche Bahn oder andere Busunternehmen zum Fahrtziel anbieten.

    Seit dem 1. April kann die App kostenlos heruntergeladen werden. Mittlerweile erfolgen darüber 28 Prozent der Buchungen, sagt Busunternehmer Josef Brandner.

    Viel Lob für den Flexibus

    Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer lobte den Flexibus als Erfolgsmodell, Investitionen in bessere Mobilität, gerade auch im ländlichen Raum, seien sinnvoll angelegtes Geld. Günzburgs Landrat Hans Reichhart sagte, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, sei der öffentliche Nahverkehr wichtig. Er müsse aber leicht zugänglich und komfortabel sein, das werde durch die neue App erreicht.

    Unterallgäus Landrat Alex Eder betonte die Bedeutung des Flexibusses für seinen Landkreis. Durch eine Größe mit über 50 Gemeinden lasse sich ein sinnvolles Angebot über den normalen ÖPNV kaum darstellen. Hubert Fischer, Vorsitzender des Verbands mittelschwäbischer Kraftfahrzeuglinien, hob dabei besonders die App hervor. Sie spreche gerade auch junge Menschen an und helfe ein anderes Zielpublikum zu gewinnen.

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    • Peter Allgaier
    • Roswitha Polaschek
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