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Brandruine der Bayreuther Kultdisco "Rosenau"

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    Fischesterben und Unterschriften gegen Wiederaufbau

    Nach dem Brand der "Rosenau"in Bayreuth vor einer Woche war die Bestürzung groß. Inzwischen aber sammeln Anwohner Unterschriften gegen einen Wiederaufbau. Und weitere Folgen werden sichtbar: Zahlreiche Fische sind durch das Löschwasser verendet.

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    Bereits einen Tag nach dem Brand am vergangenen Donnerstag gingen beim Bayreuther Umweltamt erste Informationen ein, dass im an die Disco angrenzenden Mühlbach tote Fische gefunden wurden. Das Umweltamt war dann Anfang dieser Woche vor Ort. Man gehe derzeit von zwei bis drei Dutzend toter Fische aus, so der Pressesprecher der Stadt Bayreuth, Joachim Oppold.

    Tod durch Löschwasser

    Nach Einschätzung des Umweltamtes sollen Löschwasser, Löschschaum und Aschereste für das Sterben der Tiere verantwortlich sein. Das Wasserwirtschaftsamt hat bereits Wasserproben genommen, um eine Gefährdung für weitere Kleintiere zu prüfen. Auch das Landesamt für Umweltschutz habe sich inzwischen eingeschaltet und eine Liste der verwendeten Löschmittel angefordert, so Oppold. Diese Liste werde derzeit erstellt. Nach der Prüfung wolle sich das Landesamt weiter dazu zu äußern.

    Wie geht’s weiter mit der "Rosi"?

    Zudem ist die Zukunft der "Rosenau" weiter ungewiss. Eigentümer ist die Bayreuther Bierbrauerei AG. Eine Sprecherin sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass die Brauerei die Ermittlungsarbeiten der Polizei abgewartet wolle, bevor sie sich zur zukünftigen Nutzung des Geländes äußern will. Der Brandort wurde mittlerweile von der Polizei freigegeben, sagte ein Polizeisprecher dem Bayerischen Rundfunk.

    Anwohner gegen Wiederaufbau

    Geht es nach den Anwohnern, soll die "Rosenau" an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Sie sammeln derzeit Unterschriften gegen den Wiederaufbau an gleicher Stelle. Der Grund: Permanente, wöchentliche Lärmbelästigung durch Discobesucher.