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Fischer wollen Edelkrebse in der Fränkischen Schweiz retten | BR24

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Der Nordamerikanische Signalkrebs hat sich im vergangenen Jahrhundert in ganz Europa verbreitet und gefährdet aufgrund einer Pilzinfektion heimische Edelkrebse. Fischer der fränkischen Schweiz versuchen den Edelkrebs vor dem Aussterben zu retten.

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Fischer wollen Edelkrebse in der Fränkischen Schweiz retten

In der Fränkischen Schweiz ist der heimische Edelkrebs bedroht. Ihm setzt der aus Amerika eingeschleppte Signalkrebs zu. Fischer versuchen, den Edelkrebs zu retten. Doch das ist nicht einfach.

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Von
  • Sandra Jozipovic

Vor der Fischerei von Fritz Gebhard in der Fränkischen Schweiz steht ein großes Becken mit Quellwasser. Der Fischer in Wiesenttal im Landkreis Forchheim fängt seit sechs Jahren die amerikanischen Signalkrebse aus der Wiesent und verkauft sie in seiner Fischerei. Er nennt den amerikanischen Signalkrebs scherzhaft den "Hummer der Franken". Auch wenn nicht viel Fleisch an ihm dran ist, sei die Nachfrage inzwischen da. Das wiederum sorgt dafür, dass der Edelkrebs immer mehr verschwindet.

Signalkrebse übertragen auf Edelkrebse die Krebspest

Der Signalkrebs aus Nordamerika hat sich in allen Flüssen stark verbreitet und hat den heimischen Edelkrebs verdrängt. Denn der nordamerikanische Krebs überträgt einen Pilz auf den Edelkrebs - die sogenannte Krebspest. Er selbst ist dagegen immun. Der Edelkrebs allerdings stirbt durch den Pilz, der sich über Sporen im Wasser verbreitet.

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In der Fränkischen Schweiz ist der Edelkrebs bedroht. Ihm setzt der aus Amerika eingeschleppte Signalkrebs zu. Fischer versuchen, den Edelkrebs zu retten. Doch das ist nicht einfach.

Fischer helfen dem Edelkrebs zu überleben

Trotz der aggressiven Krebspest gibt es noch Gewässer in Oberfranken, in denen der Edelkrebs lebt. Zum Beispiel in einem kleinen See bei Schönwald im Fichtelgebirge, sagt Viktor Schwinger von der Fachberatung für Fischerei in Oberfranken. Der Grund: Der See liegt sehr abgeschieden, und die Krebspest kann sich nicht bis dort verbreiten. Der Fischer Wilfried Roppelt will, dass der Edelkrebs zumindest an wenigen Stellen überleben kann.

Fliegenfischer wollen Edelkrebse wieder ansiedeln

Auch die Fliegenfischergemeinschaft in Pretzfeld im Landkreis Forchheim will sich für den Edelkrebs einsetzen. An isolierten Stellen möchte sie versuchen, wieder Edelkrebse anzusiedeln. Ob das jedoch gelingt, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

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Der amerikanische Signalkrebs hat sich in Oberfranken angesiedelt und bedroht den heimische Edelkrebs. Durch künstliche oder natürliche Barrieren soll der Edelkrebs nun gerettet werden.

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