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Fischer stoppen Bau eines Wasserkraftwerks in Furth | BR24

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Mit einer erfolgreichen Klage vor dem Verwaltungsgericht Regensburg hat der Bayerische Landesfischereiverband den Bau eines umstrittenen Kleinkraftwerks am Further Bach im Landkreis Landshut vorerst gestoppt.

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Fischer stoppen Bau eines Wasserkraftwerks in Furth

Weil auf die nötige Umweltverträglichkeitsprüfung beim Bau eines Wasserkraftwerks verzichtet wurde, hat das Verwaltungsgericht Regensburg auf die Klage des Bayerischen Landesfischereiverbands reagiert. Der Bau wurde nun vorerst gestoppt.

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Mit einer erfolgreichen Klage vor dem Verwaltungsgericht Regensburg hat der Bayerische Landesfischereiverband den Bau eines umstrittenen Kleinkraftwerks am Further Bach im Landkreis Landshut vorerst gestoppt. Der Grund: Es gibt keine Umwltverträglichkeitsstudie.

Auf Umweltverträglichkeitsprüfung wurde verzichtet

Wie der Landesfischereiverband mitteilte, hat das Verwaltungsgericht Regensburg die Genehmigung für ein neues Wasserkraftwerk am Further Bach im Landkreis Landshut einkassiert. Der Verband klagte, da das Landratsamt nicht schlüssig erklären konnte, warum es auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Bauvorhaben verzichtet hatte. Nicht nur die Fischer forderten im Genehmigungsverfahren eine solche Prüfung, sondern auch die Fachberatung für Fischerei des Bezirks Niederbayern sprach sich dafür aus. Selbst die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts wies im Antragsverfahren auf die Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung hin.

Wichtiger Etappensieg für Bayerns Fischerpräsident

Das Gericht folgte der Argumentation der Fischer, sodass das Landratsamt schließlich der Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses und der wasserrechtlichen Bewilligung zustimmte. "Für uns ist das ein wichtiger Etappensieg", freut sich der Präsident des Landesfischereiverbands Bayern Albert Göttle.

"Die Verwaltung darf die Pflicht zur Prüfung von drohenden Umweltschäden nicht schleifen lassen. Vor allem dann, wenn das Gewässer den einzigen in Niederbayern bekannten Nachweis des Donau-Steinbeißers beherbergt." Albert Göttle, Präsident des Landesfischereiverbands Bayern

Bau des Wasserkraftwerks soll weiterverfolgt werden

Die Auseinandersetzung ist aber noch nicht am Ende, da der Bau des Wasserkraftwerks nach Angaben der Fischer weiterverfolgt werden soll. Nun wird ein neues Genehmigungsverfahren nötig, das der Landesfischereiverband weiter kritisch begleiten wird - im Interesse von Fischerei und Umwelt.

Kraftwerk könne zwei Wasserkocher betreiben

Dabei werden sicherlich auch die jüngsten Erkenntnisse des Freistaats zu "innovativen Wasserkraftanlagen" hilfreich sein. Entsprechend der wissenschaftlichen Untersuchungen der TU München können nämlich selbst neueste Kraftwerkskonzepte nicht per se als fischverträglich bezeichnet werden. Das geplante Kraftwerk am Further Bach soll bis zu fünf kW Strom produzieren und fällt damit in die Kategorie der Kleinstkraftwerke. Die Leistung reicht nach Angaben des Landesfischereiverbands aus, um maximal zwei haushaltsübliche Wasserkocher gleichzeitig zu betreiben.

Kraftwerk bedeutet Eingriff in Gewässerlebensraum

Demgegenüber stehen erhebliche Eingriffe in den Gewässerlebensraum. Diesen gilt es jedoch mit Blick auf die Maßgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 in den guten ökologischen Zustand zu bringen. Diesen Zustand, so die Fischer, erreicht das Gewässer bisher nicht. Je kleiner die Anlage, desto weniger relevant ist zudem ihr Beitrag zur Erzeugung erneuerbarer Energie.

Je kleiner die Anlage, desto höher der Umweltschaden

Derzeit produzieren rund 220 größere Anlagen 92 Prozent des bayerischen Wasserkraftstroms. Weitere 4.000 Micro- und Mini-Anlagen leisten daneben gerade mal einen Anteil von acht Prozent am gesamtbayerischen Wasserkraftstrom. Der Beitrag der Kleinwasserkraft zum Klimaschutz ist damit marginal, so der Landesfischereiverband, weshalb das öffentliche Interesse an solch leistungsschwachen Standorten in Bezug auf Klimaschutz vernachlässigt werden könne. Das Umweltbundesamt habe bereits 2008 festgestellt: Je kleiner eine Wasserkraftanlage, desto höher sei in Relation ihr Schaden an der Umwelt.

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