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Fischbestand in der Iller erholt sich nur langsam | BR24

© Oliver Christa/BR

Renaturierte Iller bei Immenstadt

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    Fischbestand in der Iller erholt sich nur langsam

    Die Iller ist vor 13 Jahren bei Immenstadt renaturiert worden - um die Menschen am Fluss vor dem Hochwasser zu schützen. Das sollte auch den Fischen zugute kommen - doch deren Bestand erholt sich nur langsam.

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    Die Fischpopulation in der renaturierten Iller bei Immenstadt erholt sich nur sehr langsam. Erst jetzt, 13 Jahre nach dem Abschluss der Arbeiten, habe der Fluss einen guten ökologischen Zustand erreicht. Das sagt Schwabens Fischerei-Fachberater Oliver Born. Damals war das sogenannte Seifener Becken an der Iller fertig gestellt worden - Bayerns erster Flutpolder.

    Fische brauchen Zeit für eine Wiederbesiedelung

    Anfangs sei die Situation unbefriedigend gewesen. Typische Fischarten wie Barbe, Nase, aber auch kleinere Fische wie der Gründling waren trotz der guten Gewässerstrukturen in der Iller nicht vorhanden, so Born. Erst nach und nach hätten sich die Fischbestände erholt. Über 100 Jahre lang sei die Iller ausgebaut und begradigt worden. Die Fische hätten für eine Wiederbesiedelung Zeit gebraucht.

    Flüsse waren lange Zeit "Wasserautobahnen"

    Hans–Joachim Weirather, der Präsident des schwäbischen Fischereiverbandes, ist sich sicher: der Einsatz hat sich gelohnt. Er betonte: „Wir haben uns erlaubt, über Jahrzehnte unsere Gewässer zu verunstalten und zu Wasser-Autobahnen zu machen. Wir sind jetzt auf dem richtigen Weg und brauchen einfach ein paar Jahre Zeit.“ Das Seifener Becken im Oberallgäu ist Bayerns erster Flutpolder. Es soll große Überflutungen bei einem Hochwasser der Iller vermeiden helfen.

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