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Firma aus Dorfprozelten entwickelt Roboterarm für Corona-Tests | BR24

© BoKa Automatisierung

Roboterarm zur kontaktfreien Abgabe von Covid-19-Tests

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    Firma aus Dorfprozelten entwickelt Roboterarm für Corona-Tests

    Vielerorts gibt es bereits sogenannte Teststrecken für Corona-Tests. Ein Unternehmen aus Dorfprozelten hat nun einen Roboterarm entwickelt, der die Proben für solche Tests entgegennimmt. So könnte nicht nur Personal vor Ansteckung geschützt werden.

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    Für Corona-Tests gibt es in vielen Landkreisen und Städten inzwischen sogenannte Teststrecken: Man fährt mit dem Auto hindurch und ein Helfer nimmt die Probe durch das geöffnete Autofenster. Das könnte künftig ein Roboter-Arm übernehmen, entwickelt von der Firma BoKa Automatisierung in Dorfprozelten im Landkreis Miltenberg.

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    Kontaktlose Abgabe der Speichelproben

    Durch den Einsatz des Roboterarms ist ein Corona-Test vom Auto aus kontaktlos möglich. Mitarbeiter, die die Proben anschließend auswerten, geraten nicht in direkten Kontakt mit den Testpersonen. Das habe laut den Vorteil, dass das Infektionsrisiko an solchen Teststellen vermindert werde – so der Geschäftsführer von BoKa, Severin Bobon. Außerdem würde durch den Einsatz des Roboterarms Personal frei, welches dann wieder an anderen Stellen, wie in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) oder dem Technischen Hilfswerk (THW) eingesetzt werden könne.

    Einzelne Schritte werden in einem Video erklärt

    Die Bedienung des Roboters wird mit Hilfe eines Videos in einzelnen Schritten ausführlich erklärt. So soll gewährleistet werden, dass die Tests möglichst gleich ablaufen. Die Zuordnung der Test läuft über Barcodes an den einzelnen Teströhrchen. Jede Testperson muss zu Beginn ihren Personalausweis einscannen, damit der Roboter die Daten dem jeweiligen Test zuschreiben kann. Nachdem die Testperson den Abstrich durchgeführt hat, nimmt der Roboterarm die Probe wieder zurück und lagert sie. Innerhalb von 24 Stunden kann der entwickelte Roboter laut Aussage des Unternehmens rund 240 Proben durchführen – ein einzelner Abstrich dauere je nach technischem Verständnis der Testperson etwa fünf Minuten.

    Prototyp innerhalb einer Woche bereit für Tests

    Im Einsatz ist dieser Roboterarm momentan noch nicht – ein Prototyp werde erst dann produziert, wenn erste Aufträge beim Unternehmen eingehen. Dann könne der Roboter innerhalb maximal einer Woche hergestellt werden und einsatzfähig sein, so Severin Bobon im BR-Gespräch – "Die Systeme dafür waren schon fertig, wir haben sie jetzt aber auf Corona angepasst."

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