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Filmreife Flucht: Mann nach Geldautomatensprengung vor Gericht | BR24

© BR/Fabian Stoffers

Ein 24-Jähriger muss sich in Schweinfurt vor Gericht verantworten. Er soll versucht haben einen Geldautomaten zu sprengen. (Symbolbild)

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    Filmreife Flucht: Mann nach Geldautomatensprengung vor Gericht

    In Grafenrheinfeld bei Schweinfurt sollen zwei Männer versucht haben, einen Geldautomaten zu sprengen. Sie hatten keinen Erfolg, ein Tatverdächtiger wurde geschnappt. Gegen ihn beginnt nun der Prozess.

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    Die Anklage liest sich wie das Drehbuch eines Actionfilms. Zwei Männer haben nach Darstellung der Staatsanwaltschaft versucht, einen Geldautomaten in Grafenrheinfeld zunächst aufzubrechen, dann zu sprengen. Sie seien in einem Sportwagen über drei Autobahnen geflüchtet und dabei mit einem Streifenwagen kollidiert. Einen 24 Jahre alten Tatverdächtigen konnte die Polizei schlussendlich festnehmen. Er muss sich jetzt vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten.

    Vorwurf: Tatverdächtige sprengen Geldautomaten

    Der Vorfall ereignete sich im Februar 2019. Am frühen Morgen soll der Beschuldigte offenbar zusammen mit einem Komplizen in einer Bankfiliale den Geldautomaten aufgebrochen haben. Dabei seien die Männer allerdings zunächst noch nicht an Geld gekommen. Das Duo soll dann versucht haben den Geldautomaten mit eingeführtem Gas zu sprengen, heißt es von einem Gerichtssprecher. Just in dem Moment sei jedoch ein unbeteiligter Mann in die Bank gekommen.

    Keine Beute aus dem Automaten

    Einer der Tatverdächtigen hätte den Zeugen verjagt – unter der Drohung, ihn mit einem Brecheisen zu schlagen, so der Vorwurf. Mehrere Anwohner und der Zeuge verständigten daraufhin die Polizei. In dem Geldautomaten befanden sich 139.000 Euro. Pech für die mutmaßlichen Täter: Laut Anklage mussten sie ohne Beute abziehen. Demnach seien sie anschließend in einem Sportwagen geflüchtet. Mehrere Streifenwagen versuchten sie zu stellen.

    Verfolgungsjagd über die Autobahn

    Dabei entwickelte sich eine Verfolgungsjagd im Krimi-Stil: Die Täter flohen laut damaligen Polizeibericht zunächst in Richtung des benachbarten Bergrheinfeld. Sie hätten dann ihre Flucht über die A70, die A7 und die A3 fortgesetzt, ehe sie bei Kist im Landkreis Würzburg die Autobahn verlassen hätten. Dort sei ein Streifenwagen mit dem Fluchtauto kollidiert, zwei Polizeibeamte hätten sich leicht verletzt, hieß es damals. Doch damit nicht genug: Die Täter wären dann noch einmal auf die Autobahn gefahren, seien nahe der Anschlussstelle Heidingsfeld stehengeblieben. Von dort aus sollen sie zu Fuß geflüchtet sein.

    Zweiter Tatverdächtiger konnte fliehen

    Den 24 Jahre alten Beschuldigten konnte die Polizei noch im Bereich der Autobahn festnehmen. Der zweite Tatverdächtige konnte fliehen. Der Angeklagte wird aus der Untersuchungshaft zum Prozess gebracht. Er gehörte laut Staatsanwaltschaft zu einer Bande aus Holland. Das Landgericht Schweinfurt hat drei Verhandlungstage angesetzt.

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