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Filmfestival Türkei-Deutschland lässt Krise links liegen | BR24

© BR-Studio Franken/Matthias Rüd

Filmfestival Türkei-Deutschland

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    Filmfestival Türkei-Deutschland lässt Krise links liegen

    Filmfestival statt Polit-Konferenz: Das Nürnberger Filmfestival Türkei-Deutschland lässt die aktuellen Diskussionen um Menschenrechte, Pressefreiheit und Erdogan in der Türkei in seiner 22. Ausgabe außen vor. Von Matthias Rüd

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    Sowohl im Wettbewerb, als auch im übrigen Programm laufen keine Filme zur aktuellen politischen Krise. "Wir verstehen uns nicht als politische Agitatoren", so Festival-Chef Adil Kaya.Vielmehr wolle das Festival Künstlern aus beiden Ländern ein Podium geben, um ihr Schaffen zu präsentieren.

    Kritik an Finanzierung

    Im Vorfeld des Festivals gab es unter anderem von der Linken Liste in Nürnberg Kritik an der Rolle der Türkei. Das Filmfestival bestreitet bisher etwa 20 Prozent seines Etats aus staatlichen Fördermitteln von dort. Auch dieses Jahr haben die Organisatoren Förderanträge gestellt, diese blieben aber nach eigenen Angaben unbeantwortet.

    Dem Festival könnten also am Ende 50.000 Euro fehlen. Sollte dies so bleiben, müsste es 2018 in abgespeckter Version stattfinden. Die Stadt Nürnberg als größter Förderer pocht auf die Unabhängigkeit des Filmfestivals.

    "Wir versuchen schon immer, dem Festival die höchstmögliche Freiheit zu schaffen – ohne jegliche Repressalien aus welcher Richtung auch immer. Wir halten es für absolut wichtig, Kanäle offen zu lassen und nicht zu verstopfen, zu allen Partnern des Festivals und da gehört auch die Türkei dazu." Michael Bader, Leiter des Nürnberger Kunst- und Kulturquartiers

    40 Filme

    Das 22. Filmfestival Türkei/Deutschland startet am 4. März in der Nürnberger Tafelhalle. Bei der Eröffnung werden u.a. die Ehrenpreisträger, der deutsche Kameramann Jürgen Jürgens und der türkische Fotograf Ara Güler, dabei sein. Bis zum 12. März werden 40 Filme gezeigt, mehr als 80 Künstler wurden eingeladen.