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Fichtelgebirge: Sanierung der Wasserleitungen des Kösseinehauses | BR24

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Eigentlich bezieht das Kösseinhaus sein Wasser aus einer nahe gelegenen Quelle. Im Vorjahr saßen die Wirtsleute aber schon einmal auf dem Trockenen. Damit das nicht wieder passiert, wird nun die Quellzuleitung erneuert.

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Fichtelgebirge: Sanierung der Wasserleitungen des Kösseinehauses

Der Fichtelgebirgsverein saniert momentan die defekten Wasserleitungen auf der Kösseine. Das Kösseinehaus ist ein beliebtes Ausflugsziel auf dem Gipfel des knapp 940 Meter hohen Berges.

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Im Sommer 2018 gab es im Kösseinhaus auf dem Gipfel der Kösseine kein Wasser mehr. Der Grund: Die Tanks waren leer, das Frühwarnsystem defekt.

Hilferuf an den Fichtelgebirgsverein

Die Pächterinnen Regina Rothenberger und Claudia Stingl baten den Fichtelgebirgsverein um Hilfe und die Verantwortlichen überlegten nicht lange. Die Tanks des Kösseinehauses konnten durch eine Aktion der Feuerwehr wieder gefüllt werden. Anschließend wurde eine provisorische Leitung quer durch den Wald zum Haus hinauf gelegt, die das Lokal seitdem mit Wasser versorgt. Aber die überirdische Leitung ist nur ein Notbehelf.

Alte Leitungen mit Lecks

Der Fichtelgebirgsverein machte sich auf die Suche nach der Ursache für die leeren Tanks und würde fündig. Normalerweise speisen zwei Quellen ein Sammelbecken im Wald etwa 400 Meter unterhalb der Kösseine. Von dort wird das Wasser dann die etwa 130 Höhenmeter nach oben zum Kösseinehaus gepumpt. Die Zuleitung von einer der beiden Quellen hatte jedoch mehrere Lecks. Wasser trat an mehreren Stellen aus dem Waldboden aus und versickerte in den Wiesen und im Wald. Als die Trockenheit über den Sommer zunahm, reichte das Wasser der zweiten Quelle allein schließlich nicht mehr aus, um die Tanks oben auf dem Berg zu füllen. Deshalb werden jetzt die etwa 50 Jahre alten Rohrleitungen im Wald saniert.

40.000 Euro für Sanierung

Die alten Leitungen sind aus Ton – Wurzeln, Erdbewegungen und die Witterung haben wahrscheinlich dafür gesorgt, dass sie undicht wurden. Für die Sanierung sind weder die umliegenden Gemeinden noch der Freistaat zuständig. Der Fichtelgebirgsverein kümmert sich deswegen darum. Man rechnet damit, dass die Reparaturarbeiten an die 40.000 Euro kosten werden. Der Fichtelgebirgsverein geht im Moment für alle Zahlungen in Vorleistung. Von wem und wie hoch mögliche Zuschüsse ausfallen könnten, ist im Moment noch unsicher.

"Das wissen viele nicht, welche Aufgaben der Fichtelgebirgsverein eigentlich wahrnimmt. Und dass das nicht nur eine Alt-Herren-Wandertruppe ist oder ein paar Leute, die sich vielleicht um die Wegemarkierung kümmern. Sondern dass wir hier die Grundlage legen mit unserer Arbeit, damit die Tourismuszentrale letztendlich wieder auch was zum Vermarkten hat." Birgit Schelter vom Fichtelgebirgsverein

Und es ist nicht nur Geld, das der Verein investiert: Außer der Geschäftsführung packen alle im Verein ehrenamtlich an und stecken viel Freizeit in die Arbeit am Berg. Birgit Schelter hat zum Beispiel den ganzen vergangenen Sommer über am Sammelbecken Buch geführt. Eine unverzichtbare Hilfe für die Küche im Kösseinehaus, sagt Regina Rothenberger: "Die schauen im Sommer jeden Tag in die Quelle, wie ist der Wasserstand? Die informieren mich jeden Tag. Ich mein, man versucht sowieso sparsam damit umzugehen, aber wenn man weiß: Heute ist es ganz knapp – dass man dann vielleicht die Leute auch noch anhält: Bitte momentan ein bissl sparen."

Zwei Wochen Arbeitszeit

Die Arbeiten an den Leitungen werden etwa zwei Wochen dauern, dann kann die provisorische Leitung aus dem Tal abgebaut und das Wasser wieder unterirdisch direkt von den Quellen im Wald hoch zum Kösseinehaus gepumpt werden. Wegen der starken Trockenheit der letzten Jahre rechnet man dort aber trotzdem auch diesen Sommer mit knappen Wasservorräten. Aber zumindest kommt dann wieder alles, was da ist, auch an.

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Auf der Kösseine im Fichtelgebirge wir eine neue Wasserleitung verlegt.

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