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Fichtelgebirge: Neue Firmen auf Gelände von Ex-Porzellan-Fabrik | BR24

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Jahrzehntelang war Oberfranken bekannt für seine Porzellan-Fabriken. Vier Gemeinden aus dem Fichtelgebirge haben sich nun zusammengetan, um die ehemaligen Porzellan-Hochburgen wiederzubeleben.

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Fichtelgebirge: Neue Firmen auf Gelände von Ex-Porzellan-Fabrik

Jahrzehntelang war das Fichtelgebirge bekannt für seine Porzellan-Fabriken. In Kirchenlamitz will nun ein Bio-Getreide-Händler seinen Betrieb auf einem ehemaligen Gelände der Porzellanfabrik Winterling weiter ausbauen.

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Wegen der Konkurrenz aus dem Ausland gerieten in den 1990er Jahren viele Porzellan-Fabriken in Oberfranken ins Schlingern. Auch das Gelände der ehemaligen Porzellanfabrik Winterling in Kirchenlamitz im Landkreis Wunsiedel stand nach der Insolvenz im Jahr 2000 mehr als ein Jahrzehnt leer. Der Bio-Getreide-Händler Sonatur war 2015 einer der ersten, der sich in das alte Industrie-Areal einmietete. Nun will das Unternehmen expandieren.

Gelände einer ehemaligen Porzellan-Fabrik wird umfunktioniert

Hier, wo früher Porzellan gebrannt wurde, wird heute Getreide getrocknet und geschält. Das Unternehmen Sonatur beliefert damit Kunden in ganz Deutschland. Und will im Rahmen seiner Erweiterung auch Teile des alten Winterling-Geländes kaufen.

Porzellan-Areale im Fichtelgebirge werden verwaltet

Für Cäcilia Scheffler ist das ein Erfolg. Sie ist Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens "Winterling Immobilien", das die alten Porzellan-Areale verwaltet. Neben der Fabrik in Kirchenlamitz gehören dazu auch die ehemaligen Winterling-Betriebe in Schwarzenbach, Arzberg und Röslau. Die vier Städte hatten die Fabrik-Gelände 2014 gekauft und das gemeinsame Kommunalunternehmen "Winterling Immobilien" gegründet. Das soll die Industriebrachen nun vermarkten.

Neue Unternehmen sollen Arbeitsplätze schaffen

Mittlerweile haben sich an den vier Standorten mehr als 60 Unternehmen niedergelassen. Viele von ihnen sind Neugründungen, die neue Arbeitsplätze schaffen wollen. In zehn Jahren, so hofft Scheffler, könnten die vier Standorte komplett neu belebt und an die verschiedenen Firmen, die sich niedergelassen haben, verkauft sein. Dann hätte das gemeinsame Kommunalunternehmen "Winterling Immobilien" seinen Zweck erfüllt und könnte aufgelöst werden.

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