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Atomares Endlager: Experte hält Fichtelgebirge für ungeeignet | BR24

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Auf der Suche nach einem Atom-Endlager spielt auch das Fichtelgebirge momentaen noch eine Rolle.

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Atomares Endlager: Experte hält Fichtelgebirge für ungeeignet

Bis 2031 soll ein Standort gefunden werden, der für eine Million Jahre die bestmögliche Sicherheit für den Einschluss hochradioaktiver Abfälle bietet. Dass dabei auch das Fichtelgebirge noch im Rennen ist, war nun Thema im Wunsiedler Kreistag.

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Der Leiter des Geoparks Bayern-Böhmen, Andreas Peterek, geht davon aus, dass sich das Fichtelgebirge nicht als Endlager für atomare Abfälle eignet. Das sagte er am Montagabend auf einer Sitzung des Wunsiedler Kreistages.

Atomares Endlager soll bis 2031 gefunden werden

Bis 2031 soll in einem mehrphasigen Verfahren ein Standort gefunden werden, der für eine Million Jahre die bestmögliche Sicherheit für den Einschluss hochradioaktiver Abfälle bietet. Auch das Fichtelgebirge befindet sich derzeit noch unter den Kandidaten für solch ein Endlager. Ende September wird die Bundesgesellschaft für Endlager (BGE) ihren ersten Zwischenbericht auf der Suche nach einem solchen Endlager in Deutschland veröffentlichen.

Experte: Fichtelgebirge als Endlager nicht geeignet

Landrat Peter Berek (CSU) würde es "nicht überraschen", wenn das Fichtelgebirge noch unter den möglichen Standorten wäre. "Wir haben uns darauf eingestellt und werden die weitere Entwicklung genau beobachten", sagte er in der Kreistagssitzung. Der Leiter des Geoparks Bayern-Böhmen, Andreas Peterek, verfolgt das Auswahlverfahren auf Bundesebene für den Landkreis: "Wenn wir in diesem Teilbereich noch zu finden sind, dann bedeutet das nicht, dass das Fichtelgebirge ein geeigneter Standort ist. Es bedeutetet lediglich, dass die Datenlage einen Ausschluss der Region bislang noch nicht ausreichend hergibt. Ich halte es für wahrscheinlich, dass wir vorläufig noch in der Auswahl bleiben werden, bin mir aber ebenso sicher, dass wir im Laufe des weiteren Verfahren als nicht geeignet ausscheiden werden."

Das Fichtelgebirge, eine geologisch aktive Region

Denn zum einen sei Granit als Endlager nicht geeignet, zum anderen sei das Fichtelgebirge bis heute geologisch aktiv. Dies würden "individuelle Blockbewegungen" belegen. Außerdem läge das Fichtelgebirge in der geologisch jungen vulkanisch-tektonischen Zone des Egerrifts (Egergraben) mit teils sehr jungen Vulkanen, Störungszonen und seismisch aktiven Teilgebieten. Eine solche Mischung schließe die Region als Standort aus und müsse in den kommenden Jahren durch weitere Studien intensiv belegt werden.

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