BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BRK, Sohrab Taheri-Sohi

Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher BRK

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Fiaccolata 2021: Fackellauf für Hoffnung durch ganz Bayern

Der Ursprung für die Gründung des Deutsche Roten Kreuzes wird auf die Schlacht von Solferino zurückgeführt. Das war im Jahre 1859. Offiziell wurde das DRK 1921 als Verein in Bamberg eingerichtet. Daran erinnert auch in diesem Jahr ein Fackellauf.

Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion
  • Claudia Grimmer

Am 25. Januar 1921 wurde in Bamberg das Deutsche Rote Kreuz als eingetragener, rechtsfähiger Verein bürgerlichen Rechts unter seinem ersten Präsidenten Joachim von Winterfeldt-Menkin gegründet. Die Idee der Hilfe stammt aber aus dem Jahr 1859.

Henry Dunant gab den Anstoß

Der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant war zu dieser Zeit auf Geschäftsreise in der Lombardei. Er war erschüttert als er im italienischen Ort Solferino die Zustände sah. Nach einer Schlacht zwischen der österreichischen Armee, den Truppen Sardinien-Piemont und Frankreich litten die Verwundeten erbärmlich. Der Schweizer kümmerte sich um die Menschen, konnte andere ebenfalls dafür gewinnen, den verletzten und sterbenden Soldaten zu helfen. Dunant machte durch ein Buch auf die Zustände aufmerksam. In der Folge kam es zur Gründung des "Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege". Das war der Anfang. 1876 wurde der Name in "Internationales Komitee vom Roten Kreuz" umgewandelt.

Der "Red-Cross-Spirit" lebt

Jedes Jahr erinnern die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler an den Ursprungsgedanken des DRK: Menschen helfen, Gesellschaft gestalten. Im Gedenken an die Schlacht und den Ursprung der Hilfsorganisation veranstaltet das Italienische Rote Kreuz jedes Jahr einen Fackellauf. Die Mitglieder aus der ganzen Welt reisen dafür an. Zusammen bilden sie beginnend in Solferino bis Castiglione delle Stiviere einen kilometerlangen Fackelzug.

Ein Fackelzug der auch durch ganz Bayern führt

Im Zuge der Fiaccolata 2021 wird dem BRK am Freitag (11. 06) die Fackel vom DRK-Landesverband Baden-Württemberg überreicht. Bis zum 15. Juni 2021 wird sie durch ganz Bayern getragen und schließlich an das Österreichische Rote Kreuz übergeben. Dazwischen passiert sie am Sonntag Unterfranken, danach Oberfranken, Niederbayern und Oberpfalz und schließlich Oberbayern. Fiaccolata kommt aus dem Italienischen und heißt schlicht und ergreifend auf Deutsch Fackelzug.

Sogar Rundflug über das Fränkische Seenland eingeplant

Derzeit befindet sich der Zug auf den Weg nach Schwaben, um dann weiter nach Mittelfranken zu kommen. Dabei wird er einen Schnelltest beim Übertritt nach Bayern absolvieren, um sich dann den Brombachsee anzusehen und die Nürnberger Burg. Die Fackel wird so einiges erleben, unter anderem auch eine Tretbootfahrt über den Großen Rußweiher in der Oberpfalz.

Ankunft am 24. Juni in Solferino in Italien

Unter Federführung der BRK-Bereitschaften werden Motorradstreifen, Wasserwachten, Jugendgruppen und weitere Gruppierungen aus der Rotkreuz-Familie das Vorankommen der Fackel sicherstellen. Am 24. Juni 2021 wird sie als das Licht der Hoffnung und Menschlichkeit in Solferino ankommen. Sie passiert dabei Deutschland, Österreich und schließlich Italien. Gestartet ist der Zug bereits im Mai in Münster und zwar genau am 08. Mai, dem Weltrotkreuztag.

Das Bayerische Rote Kreuz ist der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes. Er hat mittlerweile fast eine Million Mitglieder und ist damit der größte Landesverband im DRK.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!