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FFP2-Masken: Produktion läuft auf Hochtouren | BR24

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Der bayerische Apothekerverband geht davon aus, dass es nicht zu Engpässen bei der Versorgung der Bevölkerung mit FFP2-Masken kommt. Auch Masken-Hersteller signalisierten dem BR, sie seien lieferfähig.

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FFP2-Masken: Produktion läuft auf Hochtouren

Der bayerische Apothekerverband geht davon aus, dass es nicht zu Engpässen bei der Versorgung der Bevölkerung mit FFP2-Masken kommt. Auch Masken-Hersteller signalisierten dem BR, sie seien lieferfähig.

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Von
  • Eckhart Querner

FFP2-Maskenpflicht in Bus, Tram, U-Bahn und beim Einkaufen – seit Bekanntwerden der neuen Verordnung setzt der Run auf Drogerien und Apotheken ein. Das Meinungsbild auf der Straße zur FFP2-Maskenpflicht ist uneinheitlich. Die einen fühlen sich mit der dichten Maske sicherer, andere fühlen sich beim Atmen eingeengter und würden die Stoffmaske bevorzugen.

Apotheken: Wir sind kurzfristig in der Lage, FFP2-Masken zu besorgen

Doch ab kommenden Montag ist die FFP2-Maske beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht, wer noch keine hat, sollte sich rechtzeitig damit eindecken. Unterdessen signalisiert der bayerische Apothekenverband: Es seien genug Masken für alle da. Sprecher Thomas Metz erklärt gegenüber dem BR, schon im Dezember hätten die Apotheken gezeigt, dass sie sehr schnell in der Lage gewesen seien, Risikopatienten mit Schutzmasken zu versorgen.

"Ich geh davon aus, dass die Apotheken sehr gut bevorratet sind bzw. sehr schnell die Logistik stemmen können, auch in der Kürze der Zeit FFP2-Masken zu besorgen." Thomas Metz, bayerischer Apothekerverband

Maskenproduktion läuft auf Hochtouren

Die Firma elasto form in Sulzbach-Rosenberg stellt normalerweise Werbemittel wie Kaffeebecher und Brotdosen her. Doch im August nahm elasto form die Herstellung von FFP2-Masken auf, inzwischen liegt die Tagesproduktion bei 200.000 Stück. Das Unternehmen wirbt mit Material und Produktion "made in Germany". Marketingleiterin Ellen Scheibl sieht die Firma für eine mögliche Bestellflut von Privatleuten, Apotheken und Krankenhäusern gerüstet.

"Momentan sind wir absolut lieferfähig, wir haben auch genug Masken vorproduziert. Wenn jetzt natürlich Großbestellungen reinkommen, die unsere Kapazitäten übersteigen, dann wird man sicherlich an Grenzen stoßen und abwägen, was man noch bedient, aber die bayerischen Bewohner haben Vorrang - die werden wir in den nächsten zwei Wochen in jedem Fall auch bedienen können.“ Ellen Scheibl, elasto form, Sulzbach-Rosenberg

In München freut sich Geschäftsführer Michael Lemling von der Buchhandlung Lehmkuhl darauf, dass die unterschiedlichen Regeln fürs Einkaufen ab Montag vereinheitlicht werden. Bisher galt für das vorbestellte Einkaufen per Click and Collect: Wer seine bestellte Ware abholen will, muss eine FFP2-Maske tragen. Wer dagegen im Supermarkt einkauft, darf das mit einer einfachen Stoffmaske tun.

"Bei uns eine FFP2-Maske, im Supermarkt eine Stoffmaske, das hat keiner so wirklich kapiert. Ich find das jetzt deutlich übersichtlicher geregelt. Man weiß einfach, wenn man in der Öffentlichkeit unterwegs ist, einkaufen geht: FFP2. Dann hat man eine einheitliche, klare Regelung – finde ich gut!" Michael Lemling, Buchhandlung Lehmkuhl, München

Eine Frage der Sicherheit

Anders als Stoff- oder Alltagsmasken gelten FFP2-Masken als sicherer. Sie bieten bei richtiger Handhabung deutlich mehr Fremdschutz und Eigenschutz, heißt es zum Beispiel beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Wichtig beim Kauf von FFP2-Masken: Die echten und sicheren tragen auf der Oberfläche eine Prüfnorm und die Kennzeichnung CE. Die bestätigt, dass die Maske den geltenden technischen Anforderungen entspricht. FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent der Aerosole filtern.

"Es reicht nicht mehr, einfach den Kragen hochzustellen"

Wie viele seiner Kollegen hat auch Apotheker Bernhard Koczian aus Augsburg bereits eine steigende Nachfrage nach FFP2-Masken registriert. Er empfiehlt, sich rechtzeitig um ausreichend Masken zu kümmern, es reiche nicht mehr, einfach den Kragen hochzustellen. Allerdings sieht Koczian keinen Grund zur Panik, dass die Masken ausgehen. Bis Montag könnten alle Menschen in Bayern versorgt werden.

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