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Feuerwehren in Unterfranken sehen "Sabine" gelassen entgegen | BR24

© BR | Georg Barth

Symbolbild Feuerwehr

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    Feuerwehren in Unterfranken sehen "Sabine" gelassen entgegen

    Den Unterfranken steht eine stürmische Nacht bevor. Erste Unwetter werden laut Deutschem Wetterdienst in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld erwartet. Feuerwehren und Rettungsdienste sind darauf vorbereitet.

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    Bei der Aschaffenburger Feuerwehr laufen schon seit Freitagfrüh um 7 Uhr die Vorbereitungen für das erwartete Sturmtief „Sabine“ - zumindest die organisatorischen. Sämtliche Abteilungen und Fachbereiche der Stadt, wie das Tiefbauamt und die Stromversorger, sind informiert. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz steht in Alarmbereitschaft. Absperrungen oder spezielle Absicherungen sind von Seiten der Feuerwehr nicht geplant, so Sprecher Alexander Herzing im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Es gebe lediglich eine Kinderfaschingsveranstaltung im Stadtbereich, die im Fall der Fälle abgesichert oder abgesagt werden müsse. Die Fahrzeuge der Feuerwehr sind für alle Einsätze gerüstet, die Vorräte an Diesel- und Benzinkraftstoffen wurden aufgefüllt. Ansonsten "harre man der Dinge", sagte Alexander Herzing gegenüber dem BR.

    Feuerwehren in Würzburg sind gerüstet

    Ganz gelassen sieht man das heranziehende Sturmtief in der Integrierten Leitstelle in Würzburg. Dort hat man sich erst am Samstagabend zu einer Besprechung getroffen. Man werde auf jeden Fall die Wetterwarnungen aufmerksam beobachten und gegebenenfalls einen Krisenstab einrichten. "Wir haben standardmäßig sturmfeste Einsatzpläne, und gucken, was passiert", so Einsatzleiter Bernd Schäflein. "Wir gehen davon aus, dass Würzburg auch diese Orkanlage beherrschen wird." Die Freiwilligen Feuerwehren sind ebenfalls informiert und greifen bei Bedarf unterstützend ein. Die Integrierte Rettungsleitstelle in Würzburg wird für die kommende Nacht verstärkt besetzt. Von dort werden auch die Einsätze in den Landkreisen Würzburg, Main-Spessart und Kitzingen koordiniert.

    Rettungsdienste sind in Alarmbereitschaft

    Währenddessen hat das Bayerische Rote Kreuz in Würzburg seine Katastrophenschutzeinheiten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Auch einige Standorte im Landkreis haben ihre Unterstützung mit Rettungs- und Krankenwagen zugesagt. "Wir wollen mit unseren ehrenamtlichen Kräften dafür sorgen, dass notwendige Hilfe möglichst schnell dort ankommt wo sie gebraucht wird", erklärt BRK-Kreisbereitschaftsleiter Martin Falger. "Umgestürzte Bäume, Gerüste und Verkehrsunfälle können vor allem im Landkreis längere Anfahrtszeiten bedingen". Auch die in Rottendorf im Landkreis Würzburg stationierte BRK-Schnelleinsatzgruppe Betreuung hat Vorbereitungen getroffen, um gestrandeten Reisenden oder anderen Opfern von Sturmtief Sabine helfen zu können. Die in der Stadt Würzburg stationierten Schnelleinsatzgruppen des BRK, der Johanniter und Malteser haben ihre Alarmbereitschaft ebenfalls erhöht und stehen jeweils mit zwei zusätzlichen Einsatzfahrzeugen bereit.

    Abwarten im Landkreis Schweinfurt

    Im Landkreis Schweinfurt sind die Feuerwehren dazu angehalten, "die Augen offen zu halten". Man werde "abwarten, was passiert." Schließlich ist die Feuerwehr "gewohnt zu reagieren," so Kreisbrandrat Holger Strunk gegenüber dem BR. Die betroffenen Abteilungsleiter im Landratsamt seien informiert, dort werde dann auch der Krisenstab tagen und von dort die einzelnen Feuerwehren koordinieren. Während des Sturms werde der Kreisbrandrat seine Männer jedoch "nicht irgendwohin lassen, der Eigenschutz geht vor. Wenn, dann sperren wir eine Straße rechtzeitig ab." Aufgeräumt wird dann erst, wenn "Sabine" sich verzogen hat.