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Feuerwehr "schießt" Nester ab | BR24

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    Feuerwehr "schießt" Nester ab

    Viele Orte in Schwaben haben das gleiche gefiederte Problem. Es heißt Saatkrähe. Kot und Lärm der artgeschützten Vögel stören Anwohner. Was dagegen tun? Die Asbach-Bäumenheimer im Donau-Ries schicken die Feuerwehr samt Wasserschlauch.

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    Im Bäumenheimer Schmutterwald muss sich was ändern. Die rund 300 Anwohner in der Siedlung dicht am Wald haben manchmal das Gefühl, in Hitchcocks Film "Die Vögel" zu sein.

    Keine Chance für Baumkletterer

    Die Feuerwehr greift nun zum Schlauch und zielt auf die schwer erreichbaren Krähennester. "Wir spritzen hier die Nester weg, weil es gar nicht möglich ist, hier einen Baumkletterer hochzuschicken, der die Nester rausschneidet", sagt Bürgermeister Martin Paninka. "Wir haben einen Auwald, der wild wächst, und da kommen wir mit einer Hebebühne gar nicht rein."

    Der Lärm, der Vogeldreck, verschmutzte Gärten sind eine ständige Belastung. Und das seit rund zehn Jahren. Die Anwohner sind genervt. Für Helmut Fredrich, der direkt neben dem Wald wohnt, ist das Maß voll.

    "Wir spüren es ja jeden Tag wie aufdringlich die Kameraden sein können. Erst mal hoff ich jetzt, dass sich was tut, dass sie uns ein stückweit in Ruhe lassen." Anwohner Helmut Fredrich

    Ungewollter Weckdienst

    Die Anwohner müssen sogar ihren Tagesablauf nach den rund 800 Brutpaaren richten. Conny Nater wird regelmäßig aus dem Schlaf gerissen. Eine Verschnaufpause oder eine ruhige Minute gibt es im Garten nur selten. "In der Früh, wenn die Jungen auch da sind, wird man wach. Man gewöhnt sich schon einigermaßen dran. Aber man wird trotzdem wach."

    Die Feuerwehrmänner entfernen die Nester noch bis zum 31. März. Danach haben die geschützten Tiere ihre Brutzeit und dürfen nicht mehr gestört werden.