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Feuerwehr rettet Hund aus Hitze-Auto: Besitzerin muss zahlen | BR24

© mauritius-images

Ein Hund auf dem Rücksitz eines Autos schaut aus dem Fenster

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    Feuerwehr rettet Hund aus Hitze-Auto: Besitzerin muss zahlen

    Wer bei Hitze ein Tier im Auto lässt, muss mit Rettungsmaßnahmen rechnen – und mögliche Schäden selbst zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Nürnberg entschieden und einen Rechtsstreit zwischen einer Hundebesitzerin und der Stadt Fürth beendet.

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    In dem Fall hatte eine Frau im August 2018 ihr Wohnmobil mitsamt ihrem Yorkshire-Terrier auf einem Parkplatz in Fürth abgestellt und ein Fußballspiel besucht. Zu diesem Zeitpunkt herrschten Außentemperaturen von mehr als 35 Grad. Die Polizei versuchte erst, das Tier über die Dachluken des Wohnmobils zu befreien. Als dies nicht gelang, öffnete die Berufsfeuerwehr der Stadt Fürth gewaltsam die Tür.

    Frau fordert rund 2.300 Euro

    Für den dabei entstandenen Schaden am Wohnmobil verlangte die Klägerin daraufhin von der Stadt Fürth Schadenersatz in Höhe von rund 2.260 EUR. Ihrer Ansicht nach habe keine Gefahr für das Tier bestanden. Die beiden Dachluken des Wohnmobils seien geöffnet gewesen, zudem sei der Hund ausreichend mit Wasser und Eiswürfeln versorgt gewesen.

    Gericht: Einsatz der Feuerwehr rechtmäßig

    Die Stadt Fürth argumentierte dagegen, dass der Einsatz der Feuerwehr rechtmäßig gewesen sei und der Klägerin kein Schadenersatz zusteht. Dieser Argumentation folgte zunächst auch das Landgericht Nürnberg-Fürth und wies die Klage der Frau ab. Die Klägerin legte daraufhin Berufung beim Oberlandesgericht Nürnberg ein.

    Berufung zurückgezogen

    Das OLG wies aber darauf hin, dass die Berufung keine Aussicht auf Erfolg habe. Die Feuerwehr habe verhältnismäßig gehandelt. Die Klägerin hat ihre Berufung nun zurückgezogen.

    Strafe droht

    Passanten, die in einem Fahrzeug ein Tier in Not bemerken, sollten versuchen die Fahrzeughalter ausfindig zu machen oder die Polizei rufen. Der Fahrzeughalter kann für sein Verhalten wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen werden – je nachdem, ob es als Tierquälerei oder als Ordnungswidrigkeit gewertet wird. Das Strafmaß reicht von einer Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.