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Großeinsatz der Feuerwehr in Wertingen im Landkreis Dillingen: Starkregen hatte dort rund 125 Keller überflutet. 19 Feuerwehren aus der Umgebung und das THW waren bis zum frühen Montagmorgen im Einsatz.

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Feuerwehr-Großeinsatz – 125 geflutete Keller in Wertingen

Bis in die späte Nacht hinein waren die Feuerwehren in Wertingen im Einsatz. Starkregen hatte dort 125 Keller volllaufen lassen, die Straßen waren teilweise unpassierbar. Der Boden konnte offenbar kein Wasser mehr aufnehmen.

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Von
  • Tobias Hildebrandt
  • Peter Allgaier
  • Beate Mangold
  • Henning Pfeifer

Am Morgen danach ist in Wertingen alles ruhig. Das Wasser ist größtenteils abgelaufen, aber nun zeigen sich die Schäden des Hochwassers vom Abend. Schlamm und Kies liegen auf den Straßen, mehrere Bürgersteige wurden unterspült. Laut Feuerwehrkommandant Rudolf Eser stehen die Laderampen von zwei Supermärkten noch unter Wasser. Außerdem rechnet er mit Wasserschäden in den Wertinger Schulen.

19 Feuerwehren in Wertingen im Einsatz

Gegen 17.30 Uhr war die Wertinger Feuerwehr wegen einiger vollgelaufener Keller alarmiert worden. Doch Rudolf Eser musste schon kurz danach die Wehren aus der Umgebung hinzurufen. 19 Feuerwehren und das Technische Hilfswerk waren am Ende im Einsatz. 125 Keller waren durch den Starkregen allein im Stadtgebiet von Wertingen vollgelaufen. Das Wasser habe in den Kellern teilweise fünf Zentimeter hoch gestanden, teilweise reichte das Wasser aber laut Eser auch bis unter die Kellerdecke.

Zwei Personen mussten aus ihren Autos befreit werden

Zwei Tiefgaragen waren vollgelaufen und zwei Personen mussten aus ihren Autos befreit werden, nachdem sie im Wasser stecken geblieben waren. Betroffen waren laut Eser auch einige Firmengebäude in Wertingen. Dort standen die Laderampen komplett unter Wasser, das THW musste mit Hochleistungspumpen anrücken.

Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand. Er sei sehr froh, dass die Menschen vernünftig gewesen und nicht in ihre Keller gelaufen seien, als die Wassermassen kamen, sagte Rudolf Eser dem BR. Er selbst sei bis um 3 Uhr nachts im Einsatz gewesen, danach habe er noch seinen eigenen Keller leerpumpen müssen. Bereits um kurz nach sechs war Eser dann schon wieder zurück im Feuerwehrdienst.

Boden konnte kein Wasser mehr aufnehmen

Ein Problem war laut Rudolf Eser, dass der Boden durch den Regen der letzten Tage bereits gesättigt war und kein neues Wasser mehr aufnehmen konnte. Das Wasser lief deshalb auf die Straßen und verwandelte diese in Bäche. Dabei wurden außerdem Steine mitgespült, die die Abflüsse zusätzlich verstopften.

Überschwemmung in Huisheim

Bereits am Samstag hatte eine Gewitterzelle Huisheim im Landkreis Donau-Ries getroffen. Dort war vor allem die Bühler Straße betroffen. Schlamm und Wasser überfluteten die Straße, in etwa 20 Haushalten standen die Keller unter Wasser. Rund 200 Feuerwehrleute, Gemeindemitarbeiter und Mitarbeiter des Straßenbauamtes waren im Einsatz. Die Reinigungs- und Aufräumarbeiten dauerten bis zum Sonntagmorgen.

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