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Feuerwehr mit Atemschutz (Symbolbild)

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    Feueralarm in München: Batteriebrand verursacht hohen Schaden

    Eine brennende Batterie in einem Münchner Geschäftshaus hat am Montag einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Zwei Atemschutztrupps löschten den Brand, es entstand 20.000 Euro Sachschaden. Batterien und Akkus entzünden sich immer wieder.

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    Von
    • Matthias Lauer

    Feuerwehreinsatz am frühen Montagmorgen im Münchner Schlachthofviertel. Mitarbeiter meldeten einen Brand in einem Technikraum im ersten Untergeschoss eines Geschäftsgebäudes in der Zenettistraße.

    Dichter Rauch im Technikraum

    Ein Löschzug der Berufsfeuerwehr war sofort vor Ort. Zwei Atemschutztrupps kämpften sich in dem vollkommen verrauchten Raum zu dem Brandherd vor: einer brennenden Batterie.

    Keine Verletzten - hoher Sachschaden

    Mit einem Kohlendioxidlöscher konnte die Batterie schnell gelöscht werden. Der Rauch wurde durch eine fest installierte Rauchabsauganlage im Haus abgesaugt. Das restliche Gebäude, das die Betreiber evakuiert hatten, blieb während des Einsatzes komplett rauchfrei. Verletzt wurde niemand. Es entstand aber ein Sachschaden von etwa 20.000 Euro.

    Gefährliche Lagerung von Batterien

    Die Aufbewahrung – speziell von Lithium-Batterien – ist gefährlich, warnt Martin Meier vom Landesamt für Umwelt in Augsburg: "Lithium-Batterien können sich selbst entzünden. Deshalb sollten die Pole abgeklebt und auf keinen Fall später im Hausmüll entsorgt werden." Denn auch den Hausmüll könnten Lithium-Batterien in Brand setzen. Zum Beispiel, wenn der Müll entsorgt wird, erklärt Kommunalreferentin Kristina Frank: "In unseren Müllfahrzeugen, wenn sich beispielsweise Lithium-Batterien beim Pressvorgang erhitzen, weil sie beschädigt worden sind. So kann dann eben auch ein Brand ausgelöst werden."

    Brandgefahr bei Akkus

    Akkus sind in E-Bikes, Handys oder Laptops verbaut. Falsche Handhabung oder technische Fehler können fatale Folgen bei Akkus haben - wie Kurzschlüsse oder sogar Brände. Gefahr droht, wenn ein Akku ungewöhnlich heiß wird. Es könnte sein, dass es im Inneren des Akkus gerade zu einer Kettenreaktion kommt. Mit plötzlicher, extremer Energieentladung, die sogar ein Feuer auslösen kann.

    Tipps zur Gefahrenprävention

    Beschädigungen von Akkus sind manchmal schon von außen zu erkennen, etwa wenn ein Akku heruntergefallen ist oder sich in seiner äußeren Form verändert hat. Auch extreme Temperaturen können Akkus beschädigen. Temperaturen über 60 Grad, aber auch Frost sind - laut Stiftung Warentest - zu vermeiden. Außerdem wird empfohlen, nur die vorgeschriebenen Ladegeräte zu verwenden.

    Bei Akkus nicht am falschen Ende sparen

    Akkus mit hoher Leistung sind oft teuer. Besonders, wenn sie von Markenherstellern kommen. Von billigen Nachbauten raten Experten ab. Auch Oliver Butler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg empfiehlt, bei Akkus nicht am falschen Ende zu sparen und auf jeden Fall Originalprodukte zu kaufen.

    Feuerwehr löscht mit CO2

    Haben Batterien oder Akkus Feuer gefangen, dann wird von der Feuerwehr das Löschmittel Kohlenstoffdioxid (CO2) als primäres Löschmittel eingesetzt. So war es auch bei dem Brand in dem Münchner Geschäftsgebäude. Denn bei Elektrobränden oder Bränden in empfindlichen technischen Anlagen hat Kohlenstoffdioxid eine erstickende Wirkung und löscht das Feuer, indem der für das Feuer notwendige Sauerstoff verdrängt wird. Beispiele für den Einsatz von CO2 sind Schaltschränke, EDV-Anlagen oder Serverräume. Das Gas ist das einzige Löschmittel, das vollkommen rückstandslos löscht und somit den geringsten Schaden anrichtet. Außerdem ist es elektrisch nicht leitfähig und es gibt keine Probleme mit der Entsorgung chemischer Rückstände nach der Bekämpfung des Brandes.

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