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Festspielhaus Füssen: Bewährungsstrafe für Ex-Chef | BR24

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Ein Jahr und zwei Monate auf Bewährung lautet das Urteil gegen den Ex-Chef des Füssener Festspielhauses. Um fast zwei Jahre hatte der Angeklagte die im Prinzip unabwendbare Insolvenz verschleppt und steht jetzt auch privat vor einem Scherbenhaufen.

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Festspielhaus Füssen: Bewährungsstrafe für Ex-Chef

Ein Jahr und zwei Monate auf Bewährung lautet das Urteil gegen den Ex-Chef des Füssener Festspielhauses. Fast zwei Jahre hatte der Angeklagte die im Prinzip unabwendbare Insolvenz verschleppt. Er steht jetzt auch privat vor einem Scherbenhaufen.

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Die Verhandlung am Amtsgericht Augsburg gegen den früheren Geschäftsführer geriet zur persönlichen Tragödie. In der Hoffnung auf einen potenten Investor war der Angeklagte immer tiefer in den Schlamassel geraten und hatte die längst unabwendbare Insolvenz zwischen 2014 und 2016 verschleppt und verzögert.

Privatinsolvenz mit 72 Jahren

Um "Finanzlöcher zu stopfen" steckte der Angeklagte letztlich sein gesamtes Privatvermögen von rund fünf Millionen Euro in das Festspielhaus am Forggensee. Bei seinem Geständnis vor Gericht stockte ihm immer wieder die Stimme - es flossen auch Tränen. Was bleibt ist die Privatinsolvenz mit 72 Jahren und eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten wegen Insolvenzverschleppung.

Durch Verkauf alle Gläubiger bedient

Die Betrugs- und Bankrottvorwürfe wurden fallen gelassen. Der Richter bezeichnete den Angeklagten als "grundehrlichen Mann der niemand betrügen wollte" und nun vor den "Scherben seiner wirtschaftlichen Existenz" stehe. Durch den Verkauf des Festspielhauses für sechs Millionen Euro konnten immerhin alle Gläubiger bedient werden. Auch das wertete der Richter als strafmildernd.