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Toter Feuerwehrmann in Augsburg: Zwei 17-Jährige festgenommen | BR24

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Im Fall des getöteten Feuerwehrmanns in Augsburg sind zwei 17-Jährige festgenommen worden. Auch die Identität der weiteren jungen Männer sei weitestgehend ermittelt worden, teilte die Augsburger Polizei am Nachmittag mit.

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Toter Feuerwehrmann in Augsburg: Zwei 17-Jährige festgenommen

Im Fall des getöteten Feuerwehrmanns in Augsburg sind zwei 17-Jährige festgenommen worden. Auch die Identität der weiteren jungen Männer sei weitestgehend ermittelt worden, teilte die Augsburger Polizei am Nachmittag mit.

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Im Fall des 49-jährigen Augsburger Feuerwehrmanns, der am Freitagnacht bei einem Streit ums Leben kam, vermeldet die Polizei Festnahmen. Die Kripo konnte demnach einen Hauptverdächtigen sowie einen möglichen Mittäter ermitteln.

Hauptverdächtiger ist ermittelt

Bei dem mutmaßlichen Haupttäter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen in Augsburg geborenen 17-Jährigen mit deutscher sowie türkischer und libanesischer Staatsangehörigkeit. Der zweite Festgenommene ist Italiener und ebenfalls 17 Jahre alt. Die beiden Jugendlichen sind bereits polizeilich bekannt. Sie befinden sich momentan im Polizeiarrest und werden noch im Laufe des Tages vernommen. Die Ermittlungen zu den weiteren Gruppenmitgliedern laufen weiter, wie es hieß.

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Markus Trieb, Pressesprecher der Polizei in Augsburg, gibt Details zur Identität der festgenommenen Tatverdächtigen bekannt.

Aus ermittlungstaktischen Gründen keine Bilder

Der Hauptverdächtige konnte anhand von Videoaufnahmen des Tatorts von der Polizei identifiziert werden. Das gab Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bekannt. Die Aufzeichnungen zeigten den Angriff aus mehren Perspektiven, sodass die Ermittler den jungen Mann erfolgreich ermitteln konnten, von dem der tödliche Schlag ausging.

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen darauf verzichtet, mit einer Täterbeschreibung oder mit dem sichergestellten Videomaterial der Überwachungskameras an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Ermittlungserfolg sollte nicht gefährdet werden, hieß es.

Feuerwehrmann geriet in Augsburg in Streit

Der getötete Feuerwehrmann war zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar in der Augsburger Innenstadt unterwegs, als er am Königsplatz in einen Streit mit einer Gruppe junger Männer geriet und dabei ums Leben kam. Nach der Tat war die insgesamt siebenköpfige Gruppe geflüchtet.

Tathergang ist weiterhin unbekannt

Wieso einer der jungen Männer aus der Gruppe dem 49-jährigen Opfer auf den Kopf schlug, ist weiterhin unbekannt. Der Mann stürzte und blieb verletzt am Boden liegen. Die Wiederbelebungsversuche der Notärzte blieben erfolglos, der Mann verstarb noch im Rettungswagen. Auch sein 50-jähriger Begleiter wurde geschlagen und im Gesicht verletzt, die beiden Frauen wurden jedoch nicht attackiert.

Innenminister Herrmann froh über Fahndungserfolg

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte die Ermittlungen der Augsburger Kripo.

"Der schreckliche Angriff hat viele Menschen in Augsburg und weit darüber hinaus erschüttert. Umso wichtiger war der schnelle Fahndungserfolg der Augsburger Kriminalpolizei." Bayerns Innenminister Joachim Herrmann

Die Polizei will am Montag weitere Einzelheiten auf einer Pressekonferenz bekannt geben.

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Eine große Gruppe Feuerwerhleute hat sich am Sonntagvormittag in Augsburg versammelt und ihres toten Kollegen gedacht. Am späten Freitagabend war der 49-Jährige bei einem Streit mit einer Gruppe junger Männer getötet worden.

Feuerwehr trauert um Kollegen

Indessen ist in Augsburg und in ganz Bayern die Betroffenheit groß. Der gewaltsame Tod des Feuerwehrmanns bestürzt viele Menschen. Kollegen des Toten stehen unter Schock. Am Tatort nahmen sie Abschied und gedachten dem 49-Jährigen. Viele Augsburger legen Blumen nieder und zünden Kerzen an.

Innenminister Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Söder zeigten sich fassungslos. "Was mich wirklich aufgewühlt hat, ist, dass in Augsburg ein friedfertiger Bürger totgeschlagen wurde, schlichtweg totgeschlagen wurde. So etwas wühlt mich auf", sagte Innenminister Horst Seehofer im BR Fernsehen.

"Wir alle sind erschüttert über die schreckliche Gewalttat in Augsburg", sagte Markus Söder. "Unser aller Mitgefühl gebührt den Angehörigen des Feuerwehrmanns, der am Freitagabend Opfer eines brutalen Angriffs geworden ist."