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Feste und Veranstaltungen: Was in Bayern erlaubt ist - was nicht | BR24

© BR / Fabian SToffers

Eine Frau und ein Mann stoßen auf einer Party mit Sektgläsern auf einen bestimmten Anlass an.

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    Feste und Veranstaltungen: Was in Bayern erlaubt ist - was nicht

    Vieles ist erlaubt – aber noch lange nicht alles. Bei Feiern und Veranstaltungen in Bayern sind Mitte Juli die Regeln weiter gelockert worden. Gastgeber und Besucher müssen aber weiterhin etliches beachten.

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    Und wieder wird es ein klein wenig leichter, trotz Corona-Pandemie eine Feier, einen Geburtstag, eine Hochzeit zu veranstalten: Die Regeln wurden erneut gelockert. Doch immer noch ist nicht alles erlaubt.

    Wie viele Menschen dürfen sich nun treffen?

    Die Regelung ist bei kulturellen Veranstaltungen oder in Kinos zweigeteilt: Wenn die Sitzplätze zugewiesen und gekennzeichnet sind, dann können sich bis zu 400 Gäste im Freien und bis zu 200 Gäste in geschlossenen Räumen aufhalten. Ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind 100 Personen in geschlossenen Räumen und 200 Personen im Freien möglich. Aber weiterhin sind Schutz- und Hygienekonzepte notwendig. Diese Regelungen gelten auch für berufliche Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse.

    Sport treiben ohne Applaus

    Etwas anders sehen die Zahlen bei Sportveranstaltungen aus, wo allerdings weiterhin keine Zuschauer zugelassen sind. Bei gekennzeichneten Plätzen oder klar voneinander abgegrenzten Aufenthaltsbereichen können bis zu 200 Personen dabei sein, ansonsten 100 Personen.

    Privat ist nur daheim wirklich privat

    Keine offizielle Begrenzung gibt es inzwischen mehr bei Feiern in privaten Räumen. Was aber nicht bedeutet, dass auf privatem Grund öffentliche Konzerte oder Facebook-Partys abgehalten werden können. Diese gelten nämlich wiederum als Veranstaltungen. Wer ein sehr großes Wohnzimmer oder einen schönen Garten hat, kann theoretisch unbegrenzt Leute einladen. Hochzeiten, Schulabschluss- oder Geburtstagsfeiern in Gaststätten oder Hallen unterliegen dagegen der Beschränkung von 200 Menschen im Freien und 100 in geschlossenen Räumen.

    Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz sind bei solchen geschlossenen Gesellschaften nicht nötig. Gehen Teilnehmer jedoch auf die Toilette oder zum Rauchen hinaus und könnten mit anderen Gästen der Gaststätte in Kontakt kommen, gelten wieder die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.

    Kleinere Märkte: Die Musik bleibt aus!

    Die großen Volksfeste fallen in diesem Jahr ja allesamt aus. Aber kleinere Märkte, wie z.B. Kunst- und Handwerkermärkte können stattfinden. Es darf jedoch kein Festzelt aufgestellt werden und keine Partymusik laufen. Zwischen den Ständen müssen die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden und die Besucher sollen über das Festgelände gelenkt werden, damit sie sich nicht zu nah kommen.

    Kein "Friedhof der Kuscheltiere" auf dem Flohmarkt

    Diese Hygienekonzepte sind inzwischen sehr ausgefeilt und erfordern gerade von den Organisatoren einigen Aufwand. Bei den Hofflohmärkten, die nun überall in den Städten wieder stattfinden, ist eine gute Vorausplanung nötig: Mit Bierbänken und Blumentrögen versuchen Veranstalter, die Besucherströme zu kanalisieren, mit Kreide werden auf dem Boden Abstände markiert. Wühltische, an denen etwa ein Berg voller Kuscheltieren oder Spielsachen liegt, soll es nicht geben. Stattdessen müssen die Waren einzeln aufgestellt werden.

    Gastgeber brauchen ein Hygienekonzept

    Generell gilt: Wer trotz der Corona-Pandemie eine Feier im privaten Raum plant, sollte seine Gäste zu Vorsicht mahnen und muss ein Hygienekonzept vorlegen können. Beim Erstellen kann man sich an dieser Checkliste auf der Webseite des Gesundheitsministeriums orientieren. Die Feier muss mit einem festgelegten Gästekreis in einem geschlossenen Rahmen stattfinden. Keine gute Nachricht also für alle, die einen "Tag der offenen Tür" veranstalten wollen.

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