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Zum 150-jährigen Jubiläum der Zugstrecke München-Simbach gab es am Montag einen Festakt am Bahnhof Mühldorf.

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    Festakt zum 150. Jubiläum der Zugstrecke München-Simbach

    Die Südostbayernbahn feiert Jubiläum: Seit 150 Jahren besteht die Zugverbindung zwischen München, Mühldorf und Simbach am Inn. Sie ist enorm wichtig für die Region – früher war sie sogar Teil einer legendären Zugstrecke.

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    Von
    • Christina Schmitt

    Mit einem Festakt am Bahnhof in Mühldorf am Inn hat die Südostbayernbahn am Montag ein Jubiläum gefeiert: Seit 150 Jahren besteht die Strecke zwischen München, Mühldorf und Simbach am Inn. Ihr kommt eine wichtige überregionale Bedeutung zu: Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region, insbesondere für den Güterverkehr im Bayerischen Chemiedreieck.

    Früher war die Strecke jedoch nicht nur wichtig, sondern sogar Teil eines maschinengewordenen Traums: Im 19. Jahrhundert führte der legendäre und luxuriöse Orient-Express von London nach Konstantinopel hier entlang.

    In die Zukunft mit neuen Zügen

    Die Zeiten sind lange vorbei, in den Orient fährt die Südostbayern-Bahn nicht. Die Zahl der Fahrgäste ist aber in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Seit 2003 sind etwa 42 Prozent mehr Reisende hinzugekommen, vor allem auch aufgrund der mittlerweile stündlichen Verbindungen.

    "Wir wollen den Service hier weiter verbessern", betonte Staatssekretär Hans-Peter Böhner vom Bayerischen Staatsministerium für Verkehr beim Festakt zum 150-jährigen Jubiläum in Mühldorf. Es sei wichtig, mehr Menschen vom Bahnfahren zu überzeugen durch besseren Service und Komfort. So wurden am Montag auch die neuen Dieselzüge vorgestellt, die bald zum Einsatz kommen sollen: Diese sind nicht nur barrierefrei, sondern bieten mit Klimatisierung und WLAN mehr Komfort. Bis 2024 soll es außerdem auf zwei Strecken – Mühldorf-Passau und Mühldorf-Burghausen – wasserstoffbetriebene Züge geben.

    Kritik am Umgang mit dem "Nadelöhr"

    Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, sagte: "Auch in den kommenden Jahren werden wir weiter in den wichtigen Linienstern Mühldorf investieren." Wichtig werde der Ausbau der Strecke zwischen München und Wien, die in der Zukunft über Simbach verlaufen soll.

    Kritik kam von Wilhelm Mack, Vorstand des Kundenbeirats. Es sei zwar viel verbessert worden und auf einem gutem Weg. Auf der Strecke zwischen Markt Schwaben und München sehe man aber leider noch ein großes Problem. Diese sei heute schon das Haupt-Nadelöhr und oft bis zum Anschlag belastet. "Wenn mit dem Ausbau der Strecke nun noch mehr Züge dort verkehren, ist der nächste Kollaps vorprogrammiert", so Wilhelm Mack. Dies sollte schon jetzt in die Planungen berücksichtigt werden.

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