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Fernverkehrs-Haltepunkt Hof: Staatsregierung setzt sich ein | BR24

© picture alliance / Winfried Rothermel

Die Bahn will keine Fernzüge mehr von Leipzig über Hof nach Nürnberg einsetzen. Stattdessen sollen S-Bahnen fahren.

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    Fernverkehrs-Haltepunkt Hof: Staatsregierung setzt sich ein

    Die Staatsregierung will die Region Hof beim Kampf für eine direkte Fernverkehrs-Verbindung Richtung Leipzig und Berlin unterstützen. Die Bahn will dort keine Fernzüge einsetzen. Stattdessen sollen S-Bahnen fahren.

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    Die Staatsregierung unterstützt die Region Hof, damit die geplante Fernverkehrs-Verbindung Nürnberg-Leipzig-Berlin auch weiterhin über Hof führt. Dies erklärte das bayerische Verkehrsministerium auf Anfrage des BR. "Es ist uns ein großes Anliegen ist, dass Oberfranken wieder an den Schienenpersonenfernverkehr angebunden wird", heißt es wörtlich in einer Stellungnahme.

    Verkehrsministerin wendet sich an Oberbürgermeisterin

    Details werde Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) demnächst der Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) in einem direkten Schreiben mitteilen. In den Plänen für den Deutschlandtakt war bisher immer eine Verbindung Binz-Berlin-Leipzig-Hof-Nürnberg vorgesehen. In der aktuellsten Version ist diese geplante Fernverkehrs-Verbindung wieder gekappt worden und zwar auf Binz-Berlin-Leipzig. Das heißt in Leipzig müssten nach dieser Planung dann die Reisenden umständlich in die S-Bahn umsteigen, um ihre Reise in Richtung Plauen und Hof fortsetzen zu können - mit 20 Zwischenhalten unterwegs. Dagegen hatte Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla gemeinsam mit Landrat Oliver Bär (CSU) und anderen führenden Politikern aus der Region Hof-Plauen in Briefen an die Verkehrsministerien in München und Berlin protestiert.

    Ablehnung des "Deutschlandstaktes"

    Und dieser Kritik schließt sich jetzt der Hofer CSU-Landtagsabgeordnete Alexander König an. Auch er lehnt die aktuell vorliegende dritte Überarbeitung des sogenannten Deutschlandtaktes ab, in der "nicht einmal mehr die einzige Direktverbindung aus Hof in die Bundeshauptstadt" vorgesehen sei.

    "Es kann nicht sein, dass der Bund Hochfranken beim Fernverkehr sprichwörtlich auf der Strecke lässt. Privat- und Geschäftskunden erwarten von der Bahn völlig zu Recht schnelle, attraktive Verbindungen." Alexander König, Landtagsabgeordneter

    Hinzu komme, dass die aktuelle Planung des "Deutschlandtaktes" auch allen Bemühungen um die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Prag entgegenstehe. Diese Elektrifizierung wird seit Jahren gefordert – von der Wirtschaft für den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene, aber auch von Bahnreisenden auf der "Franken-Sachsen-Magistrale" von Nürnberg über Marktredwitz und Hof nach Prag. Auf eine Antwort von CSU-Bundesverkehrsminister Scheuer wartet man seit mehreren Wochen. Auch auf aktuelle Nachfrage des BR hat sein Haus bislang noch nicht reagiert.

    in den Plänen für den Deutschlandtakt war bisher immer eine Verbindung Binz-Berlin-Leipzig-Hof-Nürnberg vorgesehen – in der aktuellsten Version ist jetzt diese geplante Fernverkehrs-Verbindung wieder gekappt worden - und zwar nur noch Binz-Berlin-Leipzig – und in Leipzig müssten (d.h. also auch wieder geplant) die Leute dann umständlich in die S-Bahn umsteigen – Richtung Plauen Hof – mit 20 Zwischenhalten unterwegs.

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