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Ferienregion: Rechtliche Schritte im Streit mit Stadt Zwiesel

Der Streit zwischen der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald und der Stadt Zwiesel eskaliert weiter. Jetzt wurden rechtliche Schritte eingeleitet.

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Der Dauerstreit zwischen der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald und ihrem Mitglied, der Stadt Zwiesel, hat eine neue Stufe erreicht. Da die Stadt Zwiesel nach Angaben der Ferienregion GmbH seit Monaten Zahlungen schuldig bleibt, habe man nun rechtliche Schritte eingeleitet, teilte die Geschäftsführung der Tourismusvereinigung mit.

Unbeglichene Personalkosten

Bei dem Streit zwischen der Ferienregion und ihrem Mitglied geht es um den Anteil der Stadt Zwiesel an den Personalkosten der Ferienregion. 15.800 Euro beträgt die Rechnung, sagt Heinz Schwendinger, Geschäftsführer der Ferienregion GmbH. Diese sei seit Dezember 2017 trotz mehrfachen Aufforderungen nicht beglichen worden. Auch nach mehreren Fristverlängerungen und der Intervention anderer Bürgermeister aus der Ferienregion habe sich Zwiesels Bürgermeister Franz-Xaver Steininger (parteifrei) bis heute nicht bewegt.

Bürgermeister lehnt Mitgliedschaft ab

Deshalb habe man den Fall nun an einen Rechtsanwalt übergeben, sagt Schwendinger. Eine Klage sei ziemlich wahrscheinlich. „Ein eigenes Mitglied zu verklagen, ist eigentlich ein Unding, wir haben aber keine andere Wahl mehr gehabt", so der Ferienregion-Geschäftsführer. Bürgermeister Steininger hatte die Mitgliedschaft im Tourismusverband stets abgelehnt. Die vom Stadtrat beschlossene Beitrittserklärung hatte die zweite Bürgermeisterin Zwiesels deshalb unterschreiben müssen, als Steininger vergangenes Jahr im Urlaub war.

Konflikte statt Kooperation

Im Streit um die Mitgliedschaft hatte Zwiesels Bürgermeister dann Veranstaltungen abgesagt und gedroht, weitere touristisch interessante Ereignisse wie das Maibaum-Aufstellen abzusagen. In der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald GmbH sind mit Zwiesel insgesamt 13 Kommunen organisiert, um im Tourismus gemeindeübergreifend zusammenzuarbeiten.

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Autor
  • Andreas Wenleder
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