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Ferien daheim: Wandern auf dem Barfußweg Spalt | BR24

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Der Barfußweg von Enderndorf schlängelt sich etwa zwei Kilometer durch den Wald. Für Kitzlige ist der Weg eine ganz besondere Herausforderung: Auf verschiedensten Untergründen können Besucher hier die Natur unter den Sohlen spüren.

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Ferien daheim: Wandern auf dem Barfußweg Spalt

Raus aus den Schuhen, ab in den Wald: Der Barfußweg oberhalb von Enderndorf gleich beim Igelsbachsee befreit Körper und Geist. Er ist eine beliebte Attraktion im fränkischen Seenland, im Wald zwischen Enderndorf und Stockheim.

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Rund zwei Kilometer lang schlängelt sich der Weg durch den grünen Kiefern- und Fichtenwald. Mehr als 20 verschiedene Stationen bzw. Untergründe fordern Barfußnovizen, sollen aber gesund sein und das Wohlbefinden fördern. Zu Fuß durch Wald und Flur – ein Ausflug, der sich nicht nur in den Ferien lohnt.

Zu Fuß durch Fluss und Moor

Los geht´s noch ganz sanft über weichen Rindenmulch, das folgende Kiesbeet fühlt sich schon prickelnder an. Rund 35.000 Besucher kommen jährlich auf den Pfad, wer sich früh morgens aufrafft, hat den ganzen Wald oft für sich allein. Besonders spannend: Wer kaltes, klares Quellwasser nicht scheut, kann ein etwa 80 Meter langes, sandiges Flussbett durchlaufen und seinen Füßen eine ganz besondere Erfahrung gönnen. Tiefschwarz dagegen ist das Wasser des gleich darauffolgenden Moorbeckens. Schlammiger, bepflanzter Untergrund sorgt für das Aha-Gefühl, außerdem soll das Moorbaden auch gesund sein. Im Klarwasserbecken werden die Füße vor Ort wieder sauber.

Ehrenamtliche Pflege

Damit der Pfad so schön bleibt, wie er ist, schaut Otto Ringer aus Spalt fast täglich vorbei; kleine Ausbesserungen, Abfall beseitigen. Ringer ist Vorsitzender des Touristikverbandes Spalt und hat den Barfußweg 2008 mitgebaut. "Im Idealfall finden die Besucher hier absolute Entspannung, beleben ihre Füße wieder und regen die Nervenbahnen ordentlich an", erklärt Ringer. Das Durchwandern ist kostenlos, eine kleine Spende am Eingang aber hilft, den Pfad dauerhaft zu erhalten.

Zwei Stunden abschalten

Erstmal komisch, dann sehr angenehm, vielleicht das Fazit insgesamt für den Barfußweg. Eine besondere Erfahrung, auch deshalb, weil wir im normalen Leben viel zu selten aus unseren Schuhen herauskommen. Nach etwa zwei gemütlichen Stunden ist der Pfad durchwandert. Oben am Einstieg des Weges kann jeder Barfußläufer seine Sohlen an der Wasserstation wieder reinigen. Tipp: Handtuch mitnehmen, Socken daheim lassen.

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