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Feldhamster von Aussterben bedroht: BN fordert besseren Schutz | BR24

© Julia Dechet/BR-Mainfranken

In Deutschland sind Feldhamster vom Aussterben bedroht. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat nun Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht und wirksameren Schutz der Tiere gefordert. Im Freistaat gibt es sie nur noch in Unterfranken.

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Feldhamster von Aussterben bedroht: BN fordert besseren Schutz

In Deutschland sind Feldhamster vom Aussterben bedroht. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat nun Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht und wirksameren Schutz der Tiere gefordert. Im Freistaat gibt es sie nur noch in Unterfranken.

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Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern hat eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht und gefordert, den Feldhamster wirksam zu schützen. Denn in Bayern und in ganz Deutschland ist das Tier vom Aussterben bedroht. Im Freistaat sind Feldhamster nur noch in der Region zwischen Würzburg, Schweinfurt und Kitzingen anzutreffen. Ziel der Beschwerde an die EU-Kommission sei es, zu erreichen, dass der Freistaat Bayern ein wirksames Schutzsystem etabliert.

Befürchtung: In Bayern könnte es in ein paar Jahren keine Feldhamster mehr geben

"Wenn es so weitergeht, kann es passieren, dass in ein paar Jahren der Feldhamster nicht mehr da ist", sagt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN in Würzburg. Laut Untersuchungen im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt haben sich die Feldhamsterbestände zwischen 2017 und 2019 im bayerischen Untersuchungsgebiet mehr als halbiert. Problematisch für die Tierart sei, so Steffen Jodl, zum einen die intensive Bewirtschaftung der Äcker. Zum anderen werde der Lebensraum für Feldhamster durch neue Baugebiete oder Straßen kleiner.

Regierung von Unterfranken spricht von intensiven Schutzbemühungen

Die Regierung von Unterfranken entgegnet der Kritik des BN: "In Bayern, wo die Art ein Schwerpunktvorkommen in Unterfranken hat, werden seit Jahrzehnten intensive Schutzbemühungen ergriffen." Es gebe Förderprogramme für Landwirte, die dem Feldhamster auf ihren Flächen Lebensraum bieten. Außerdem werden Ausgleichsmaßnahmen in der Landschaft getroffen, wenn der Lebensraum des Feldhamsters durch Bauvorhaben wie Gewerbegebiete oder Straßen verloren geht. Wie die Regierung von Unterfranken auf BR-Nachfrage mitteilt, gab es im Oktober 2019 einen Workshop mit Hamsterexperten. Die unterfränkische Regierung entwickelt derzeit mit dem Bayerischen Umweltministerium einen Aktionsplan zum Schutz des Feldhamsters in Bayern. Dieser soll im Sommer 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt und anschließend umgesetzt werden.

Laut BN seien die bisherigen freiwilligen Schutzmaßnahmen zu wenig wirksam. Daher haben die Naturschützer nun eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht.

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