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Wallfahrtskirche Maria Gern im Berchtesgadener Land
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Autoren

Antje Dechert
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Wallfahrtskirche Maria Gern im Berchtesgadener Land

Die Mutter Gottes hätte sich keinen schöneren Ort als diesen aussuchen können, findet Schwester Eresta. Sie kümmert sich als Mesnerin um die Marienkapelle Birkenstein. Die Kapelle ist ein barockes Kleinod oberhalb von Fischbachau in den bayerischen Voralpen unweit des Schliersees.

Viele Marienwallfahrtsorte in Bayern liegen auf Bergen

Wie Birkenstein liegen auch viele andere Marienwallfahrtsorte in Bayern auf Bergen: Mariä Himmelfahrt auf dem Hohenpeißenberg, Maria Eck im Chiemgau, die Kirchen Maria Heimsuchung in Ettenberg oder Maria Gern in Berchtesgaden.

Schwester Eresta, die mit vier weiteren Ordensfrauen von den Armen Schulschwestern im Kloster Birkenstein wohnt und die nebenan gelegene Marienkapelle betreut, glaubt, dass sich viele Menschen in den Bergen Gott näher fühlen:

"Wenn ich wallfahren gehe, verlasse ich die Niederungen und mache mich auf den Weg zu ihm hin, zur Muttergottes hin."

Maria ist die Superheilige, von der man Wunder erwartet

Im 17. und frühen 18. Jahrhundert hat die barocke Marienfrömmigkeit in Bayern ihre Blütezeit. Maria ist die Superheilige, von der man Wunder und jede erdenkliche Hilfe erwartet. Viele der berühmten bayerischen Marienwallfahrtskirchen in den Bergen stammen aus dieser Zeit. Sie sind bis heute Orte der Besinnung und Einkehr.

Ruhig ist es in Birkenstein vor allem im Winter. Im Sommer kommen täglich unzählige Besucher und Wallfahrer zu der kleinen Kirche. Die anhaltende Anziehungskraft von Birkenstein und anderer Marienkapellen in den Bergen wundert Schwester Eresta nicht. Diese auserwählten Orte seien schließlich ein Stückchen Himmel auf Erden, so die Ordensfrau.