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Bildrechte: Lino Mirgeler/dpa/dpa-Bildfunk

Feiernde gehen umhüllt von einer Pride Flagge zum Münchner Marienplatz.

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    Ruhe für Anwohner: Münchner sollen am Siegestor feiern

    Nachtschlaf für die einen, Tanz und Party für die anderen! Münchens Oberbürgermeister Reiter will Feiern in die "Feiermeile" rund ums Siegestor verlagern. Dazu sollen an Wochenenden die Ludwig- und die Leopoldstraße für den Verkehr gesperrt werden.

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    Von
    • Anton Rauch
    • Matthias Lauer

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat bekannt gegeben, dass er Feiern auf der "Feiermeile" unterstützen will. Dafür sollen am Wochenende Ludwig- und Leopoldstraße vorübergehend zur Fußgängerzone werden - Fahrzeuge dürfen dann nicht mehr dort fahren.

    Nach den ausufernden Feiern und den anschließenden Polizeieinsätzen vom vergangenen Wochenende habe er mit der SPD-Fraktion ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, so Reiter. Es versuche, den "berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Bedürfnissen der friedlich feiernden jungen Menschen" gerecht zu werden.

    Münchner Feiermeile ohne Auto, Glas und Musikbox

    Es gehe darum, die Situation vor Ort schnell zu verbessern. Auch in einer Großstadt hätten die Menschen ein Recht darauf, nachts schlafen zu können, heißt es in der Erklärung. Deshalb sollte in Schwabing und der Maxvorstadt nicht mehr überall auf den Straßen gefeiert werden.

    Die Sperrung für den Verkehr auf der "Feiermeile" sei schon aus Gründen der Sicherheit geboten. Am Verbot von Glasflaschen, To-go-Getränken und großen Musikboxen will Reiter festhalten. Es brauche aber in dem Bereich auch "dringend mehr mobile Toilettenanlagen, mehr Müllbehälter, um den Feiernden die Möglichkeit zu geben, sich so zu verhalten, wie sie das auch zu Hause im eigenen Wohnzimmer machen würden."

    Nach EM-Spiel am Wochenende waren 1.500 Polizisten im Einsatz

    Am vergangenen Wochenende hat die Polizei nach Reiters Angaben mehrere hundert Beschwerden erhalten. Weil unter anderem eine große Menschenmenge in der Türkenstraße gefeiert hatte, musste die Polizei mit einem Großaufgebot nachts die Straße im Univiertel sperren und die Feiernden Richtung Ludwigstraße und vor die Universität leiten. Nach dem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Portugal hatten Tausende in München bis in die Morgenstunden weitgehend friedlich gefeiert. Es waren etwa 1.500 Polizisten im Einsatz.

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