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Auf dem Röntgenbild eines Brustkorbs ist ein implantierter Herzschrittmacher zu erkennen (Symbolbild).
© picture-alliance/ ZB
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Auf dem Röntgenbild eines Brustkorbs ist ein implantierter Herzschrittmacher zu erkennen (Symbolbild).

Ein Programmierfehler bei Herzschrittmachern hat dazu geführt, dass zahlreiche Patienten in Bayern in den vergangenen Tagen Post von ihren Ärzten bekommen haben. Allein am Klinikum Augsburg sind rund 250 Patienten betroffen.

"Wir haben alle diese Patienten angeschrieben und starten am kommenden Samstag mit der Kontrolle aller betroffenen Implantate." Frank Dziewior, Oberarzt der Herzchirurgie am Klinikum Augsburg, gegenüber dem BR

Betroffene Patienten wurden umgehend kontaktiert

Auch andere Kliniken in Bayern sind betroffen, darunter das Universitätsklinikum in Würzburg. Dort wurden allerdings nur bei vier Personen entsprechende Geräte eingesetzt. Man habe die Patienten sofort kontaktiert und die Geräte dementsprechend umprogrammiert, wie Prof. Dr. Wolfgang Bauer vom Universitätsklinikum in Würzburg auf Anfrage des BR mitteilte.

Der Rückruf gilt nur für bestimmte Typen von Herzschrittmachern, die zwischen März 2017 und dem 9. Januar 2019 vertrieben worden sind. Haben diese einen Programmierfehler, so könne dieser in seltenen Fällen dazu führen, dass der Schrittmacher nicht mehr funktioniert, wie der Hersteller in einer schriftlichen Stellungnahme bekannt gegeben hat.

Software-Update soll Fehler ausschließen

In den meisten Fällen dürfte ein Software-Update genügen, um mögliche Fehler auszuschließen. Das wäre in den meisten Fällen sogar drahtlos möglich. In einzelnen Fällen wolle man sicherheitshalber auch zu einem vorzeitigem Austausch des Gerätes raten, um eventuelle Fehler auszuschließen, heißt es beim Klinikum Augsburg.

Der Hersteller meldet, dass es bislang bei drei Geräten zu Fehlern gekommen sei. Todesfälle habe es keine gegeben.