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FDP-Kandidat Hackemann: Der Brexit-Beobachter | BR24

© James Zabel

FDP-Kandidat Hackemann: Der Brexit-Beobachter

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    FDP-Kandidat Hackemann: Der Brexit-Beobachter

    Mit 23 Jahren ist Phil Hackemann der jüngste Spitzenkandidat aus Bayern bei der Europawahl. Durch sein Studium in London hat der FDP-Politiker eine ganz besondere Perspektive auf die EU.

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    Eigentlich war Phil Hackemann gar nicht als bayerischer FDP-Spitzenkandidat zur Europawahl vorgesehen. Auf einer Landesvertreterversammlung in Amberg entschied sich die Partei nämlich für die Europaabgeordnete Nadja Hirsch. "Nadja Hirsch ist bayerische Spitzenkandidatin für die Europawahl", verkündete die FPD Bayern daraufhin im Netz. Doch auf dem alles entscheidenden Europaparteitag Ende Januar wurde daraus nichts. Nachdem Hirsch auf offener Bühne Parteikollegen kritisiert hatte, wurde sie in mehreren Wahlgängen abgestraft.

    "Das kam unerwartet"

    So fand sich schließlich der 23-jährige Phil Hackemann auf Listenplatz elf der FDP wieder. Er ist damit der bayerische Spitzenkandidat. "Das war natürlich unerwartet", sagt Hackemann im Interview mit BR24. "Aber ich glaube, wir sollten jetzt nicht in die Vergangenheit schauen und da Wunden lecken, sondern versuchen, ein möglichst gutes Ergebnis für die bayerische FDP einzufahren."

    Die großen Probleme angehen

    Hackemann will nach vorne blicken. Für seinen Wahlkampf hat er sich einiges vorgenommen. "Ich möchte erreichen, dass Europa wieder besser wird", sagt er. Die EU habe sich viel zu lang mit den "kleinen Dingen" beschäftigt.

    Es sei nun aber an der Zeit, auch die großen Probleme anzugehen: Einwanderungspolitik, Klimapolitik oder Außen- und Verteidigungspolitik. "Wir müssen da den Bürgern zeigen, dass Europa Probleme lösen kann", sagt Hackemann.

    Studium in London

    Der Münchner studiert zurzeit europäische Politik in London. Den Brexit beobachtet er deshalb aus einer ganz besonderen Perspektive. "Man bekommt hier doch einen anderen Eindruck von der ganzen Situation", sagt er. "Viele Menschen haben einfach nicht mehr gesehen, wofür sie die Europäische Union brauchen."

    Genau das will Hackemann ändern. Er will den Menschen wieder zeigen, "wofür wir Europa brauchen - und dass Europa große Probleme lösen kann".