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Daniel Föst (links) und Martin Hagen (rechts) bei der Wahlparty der bayerischen FDP zur Bundestagswahl.

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    FDP in Bayern: Landeschef Föst hört auf, Hagen soll folgen

    Es wird einen Wechsel geben an der Spitze der FDP in Bayern. Der aktuelle Landeschef Daniel Föst tritt nicht mehr an und schlägt Martin Hagen als seinen Nachfolger vor. Der hat große Pläne.

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    Von
    • Eva Huber

    Die bayerische FDP will sich jetzt komplett auf die Landtagswahl in zwei Jahren ausrichten, so begründet Noch-Chef Daniel Föst seinen Abgang von der Spitze. Föst ist gerade als Bundestagsabgeordneter wiedergewählt worden, er ist Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik und hat zwei Kinder. Seit vier Jahren führt er den bayerischen Landesverband der FDP, davor war er Generalsekretär. Das sei wirklich anstrengend, sagt er. Vor acht Jahren habe er noch keine grauen Haare im Bart gehabt. Er werde natürlich "mit aller Kraft" weiter für die Freien Demokraten kämpfen: "Aber Fokus auf Bauen und Wohnen und ein Ticken mehr auf Familie", sagt der Landeschef.

    Föst: Landtagswahl 2023 wird "Richtungsentscheidung"

    Auch für einen anderen Posten innerhalb des Vorstands will Daniel Föst nicht kandidieren. Geht es nach Föst, soll Martin Hagen ihn an der Spitze ablösen. Das sei der logische und konsequente Schritt, so Föst. Die Landtagswahl 2023 werde eine "Richtungsentscheidung".

    Martin Hagen soll neuer FDP-Landeschef werden

    Hagen ist seit drei Jahren Landtagsabgeordneter in Bayern und dort Fraktionschef der FDP. Für den Erfolg bei der nächsten Landtagswahl sei es wichtig, dass die bayerische FDP von einem Landespolitiker geführt werde, argumentiert Hagen: "Wir wollen uns jetzt in der Landespolitik festbeißen." Der Fraktionschef betont, die FDP wolle in zwei Jahren auch gestalten: "Das Ziel ist also, uns jetzt so aufzustellen, organisatorisch, inhaltlich, personell, dass wir 2023 auch Regierungsverantwortung in Bayern übernehmen können", sagt Hagen.

    FDP als bürgerliche Alternative zu CSU und Freien Wählern

    Martin Hagen will die FDP dabei als Alternative zu CSU und Freien Wählern positionieren, und "zur politischen Heimat" machen, "für bürgerlich-liberale Wählerinnen und Wähler, die sich vom Stil der CSU und der Freien Wähler abgestoßen fühlen".

    Gewählt wird der neue Vorstand beim Landesparteitag der FDP Anfang November in Bayreuth, von rund 400 Delegierten. Noch ist nicht klar, ob Martin Hagen Gegenkandidaten bekommt. Daniel Föst ist sich aber sicher, dass Hagen gewinnt. Alles andere wäre "nicht clever", so Föst.

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