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FC Bayern darf weiterverkaufte Stadion-Tickets sperren | BR24

© dpa-Bildfunk

Ticket für ein Fußballspiel des FC Bayern

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    FC Bayern darf weiterverkaufte Stadion-Tickets sperren

    Fußballvereine dürfen Stadion-Tickets sperren, wenn diese auf dem sogenannten Zweitmarkt gekauft wurden. Das hat das Oberlandesgericht München heute bestätigt. Es wies die Berufung eines Tickethändlers zurück und gab dem FC Bayern München recht.

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    Gibt es keine Karten mehr für ein begehrtes Fußballspiel, hoffen viele Fans auf weiterverkaufte Tickets auf dem Zweitmarkt. Doch mit diesen Eintrittskarten kann es passieren, dass der Zugang zum Stadion verwehrt wird – so ein aktuelles Gerichtsurteil.

    Berufung zurückgewiesen

    Der FC Bayern München darf demnach Stadion-Tickets sperren, wenn Fußballfans diese auf einem Zweitmarkt gekauft haben. Das Oberlandesgericht München (OLG) hat die Berufung eines Tickethändlers gegen ein vorangegangenes Urteil des Landgerichts München I zurückgewiesen und damit seiner Unterlassungsklage gegen den FC Bayern nicht recht gegeben.

    Die Richter fällten ein sogenanntes Versäumnisurteil, weil der Kläger nicht zur Verhandlung erschienen war. Dieser verkauft hauptberuflich Fußballkarten zu einem höheren Preis weiter. Er ließ das Gericht aber wissen, an seiner Berufung festhalten zu wollen. Gegen das Urteil kann er Rechtsmittel einlegen.

    Der Tickethändler hatte sich dagegen gewandt, dass der Fußballverein unter anderem das Ticket eines Käufers storniert und diesem den Zugang in die Allianz Arena verweigert hatte. Er fordert den FC Bayern auf, die von ihm weiterverkauften Tickets nicht weiter zu sperren und die Käufer in das Stadion zu lassen.

    Verein schränkt Weiterverkauf ausdrücklich ein

    Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Clubs, in denen Zugangsverbot und Ticketsperre bei Weiterverkauf festgeschrieben sind, hätten keine Gültigkeit, wenn das Ticket nicht beim FC Bayern gekauft wurde, so die Sicht des Händlers. Schließlich gäbe es keinen Kaufvertrag mit dem Fußballverein. Dieser Argumentation folgte das Gericht jedoch nicht.

    Dass der Fußballclub in seinen AGB den Weiterverkauf von Karten einschränkt, geschehe unter anderem "aus sicherheitsrelevanten Gründen und um eine flächendeckende Versorgung mit Tickets zu sozialverträglichen Preisen zu erreichen", so der FC Bayern. Außerdem verbietet der Verein, gekaufte Tickets zu einem höheren als den bezahlten Preis weiterzugeben.

    Inzwischen verkauft der Verein Tickets mit Namensaufdruck, um zu verhindern, dass sie zu überteuerten Preisen weiterverkauft werden.

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