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Faszinierende Einblicke für Sternenfreunde: 70.000 historische Himmelsaufnahmen wurden digitalisiert
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Anja Bühling
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Faszinierende Einblicke für Sternenfreunde: 70.000 historische Himmelsaufnahmen wurden digitalisiert

Zusammen mit dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam sowie den Universitäten Hamburg und Tartu in Estland haben die Astronomen der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) insgesamt rund 70.000 historische Himmelsaufnahmen digitalisiert und online veröffentlicht. Die Fotoplatten stammen aus den Jahren 1894 bis 1998. Wie die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mitteilt, hat allein die zur Uni gehörende Bamberger Dr. Remeis-Sternwarte rund 40.000 historische Fotoplatten von Sternen im Archiv. Die frühesten dieser Fotoplatten stammen noch aus dem 19. Jahrhundert, sind jedoch auch heute noch von großer Bedeutung für die Wissenschaft, wie die FAU erklärt.

3,5 Milliarden Sternen-Informationen

Astronomen können mit ihnen die Bewegung sowie Veränderungen der Helligkeit von Sternen über viele Jahrzehnte untersuchen. Die historischen Aufnahmen wurde in die Datenbank APPLAUSE eingespeist. Für das Web-Archiv wurden Informationen zu mehr als 3,5 Milliarden Positionen und Helligkeiten von Sternen, Kleinplaneten und Galaxien aus den Platten extrahiert und im Abgleich mit modernen astronomischen Katalogen identifiziert.

Astronomische Raritäten

Eine Besonderheit stellen die 22.000 Fotoplatten dar, die am Astronomischen Institut der FAU in Bamberg bisher digitalisiert wurden. Es handelt sich um Fotografien, die zwischen 1963 und 1976 aufgenommen wurden. Damals beobachteten die Forscher von Observatorien in Südafrika, Neuseeland und Argentinien den Südhimmel. Diese Aufnahmen sind weltweit einmalig, da es in den 1960er-Jahren keine weiteren astronomischen Projekte gab, die den Südhimmel dokumentierten, so die FAU.