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Fast 30 Mauersegler-Pärchen nisten im Bayerischen Wald | BR24

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Mauersegler: Die faszinierenden Tiere leben fast ununterbrochen in der Luft, schlafen sogar im Fliegen! Nur zum Brüten im Sommer suchen sie Boden unter ihren Füßen. Und dabei werden sie im Bayerischen Wald genau beobachtet ...

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Fast 30 Mauersegler-Pärchen nisten im Bayerischen Wald

Mauersegler leben fast ohne Unterbrechung in der Luft - nur zum Brüten brauchen die faszinierenden Vögel Boden unter den Füßen. In diesem Jahr haben sich fast 30 Mauersegler-Pärchen dafür den Boden im Bayerischen Wald ausgesucht.

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Mauersegler werden oft mit Schwalben verwechselt, sind mit diesen aber nicht verwandt. Die Vögel sind wahre Flugkünstler und leben fast ununterbrochen in der Luft, schlafen sogar im Flug. Nur zum Brüten, zwischen Mai und August, suchen sie Boden unter ihren kleinen, fast verkümmerten Füßen. Und diesen Boden haben dieses Jahr 28 Mauersegler-Pärchen im Bayerischen Wald gefunden.

65 Jungvögel in Kirchdorf im Wald

Genauer gesagt in Kirchdorf im Wald, an den Hauswänden von Johannes Dalloz. Seit zehn Jahren kümmert sich der 77-Jährige um die zweitschnellsten Vögel der Welt. In mehr als 30 Nistkästen, die er rund um sein Haus angebracht hat, finden Mauersegler-Pärchen ihre Brutstätte. Dieses Jahr waren es so viele wie noch nie: 28 Pärchen und stolze 65 Jungvögel.

© BR/Robert Grantner

Jungtier und Alttier mit Nahrung im Kehlkopf

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In mehr als 30 Nistkästen rund ums Haus finden Mauersegler-Pärchen ihre Brutstätte

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Am Anfang sind die Jungtiere völlig nackt, blind und ziemlich hilflos

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Johannes Dalloz an einem seiner Nistkästen. Sie sind mit Kameras ausgestattet, um die Vögel bei ihrer Brut nicht zu stören.

Früher bewohnten Mauersegler oft kleine Nischen in alten Dachstühlen, doch heutzutage sind die meisten Häuser so hermetisch abgeschlossen, dass die kleinen schwarzen Vögel mit den langen, sichelförmigen Flügeln dort keinen Unterschlupf mehr finden können. Deshalb sind sie auf Nistkästen wie die von Johannes Dalloz angewiesen.

Nistkästen mit Kameras ausgestattet

Damit dem eifrigen Bruthelfer auch wirklich nichts entgeht, hat er fast alle seine Nistkästen mit einer kleinen Kamera ausgestattet. So weiß er immer ganz genau, was drinnen los ist. Per USB-Kabel überträgt er das Signal an seinen PC.

Jungtiere sind nackt, blind und hilflos

Am Anfang sind die Jungtiere völlig nackt, blind und ziemlich hilflos. Doch schon nach zwei bis drei Wochen beginnen sie mit ersten Kräftigungsübungen und machen eine Art Liegestütze mit ihren Flügeln, berichtet Johannes Dalloz. Sie trainieren ganz gezielt ihre Muskulatur und bereiten sich auf den einen großen Tag vor: den Tag des Ausflugs!

Erster Flugversuch nach sechs Wochen

Etwa sechs Wochen, nachdem sie aus ihrem Ei geschlüpft sind, tapsen die kleinen Vögel dann in Richtung Loch und stürzen sich wagemutig nach unten. Immer in der Hoffnung, dass das mit dem Fliegen auch klappt. Dabei haben sie nur eine einzige Chance, denn sie können nicht zwischenlanden und es erneut versuchen.

Zehn Monate fliegen die Vögel ununterbrochen

Dann geht es für die Mauersegler für lange Zeit in die Luft. Knapp zehn Monate werden sie nun ununterbrochen fliegen. Vom Bayerischen Wald bis nach Afrika – und, im Mai nächsten Jahres, wieder zurück in den Bayerwald.

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