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Faschings-Endspurt in Niederbayern und der Oberpfalz | BR24

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Tausende Narren haben auch in Ostbayern den Rosenmontag gefeiert. Und auch am Faschingsdienstag drehen die Narren hier noch einmal richtig auf

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Faschings-Endspurt in Niederbayern und der Oberpfalz

Tausende Narren haben auch in Ostbayern den Rosenmontag gefeiert. So zum Beispiel in Simbach bei Landau, bei der Tollemogei in Geisenhausen oder in Wiesau in der Oberpfalz. Und auch am Faschingsdienstag drehen die Narren hier noch einmal richtig auf

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Nicht nur im Rheinland, auch in Ostbayern haben gestern tausende Narren den Rosenmontag gefeiert. So zum Beispiel in Simbach bei Landau (Lkr. Dingolfing-Landau), bei der Tollemogei in Geisenhausen (Lkr. Landshut) oder in Wiesau (Lkr. Tirschenreuth) in der Oberpfalz. Und auch heute am Faschingsdienstag drehen die Narren in der Region noch einmal richtig auf

Größter Faschingsumzug der Hallertau in Pfeffenhausen

Ein Highlight in Niederbayern ist heute mit Sicherheit der Faschingszug in der Faschingshochburg Pfeffenhausen im Kreis Landshut. Er gilt als der größte Faschingsumzug in der Hallertau. Gut 10.000 Besucher werden dort erwartet. In Landshut ist der Zinkenfasching und in Abensberg (Lkr. Kelheim) heißt es beim Faschings-Gillamoos wieder "Babo Helau". Auch in Plattling (Lkr. Deggendorf) gibt es eine Riesen-Faschingsgaudi mit Musik und Tanzgruppen. In Straubing in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle ist großer Kinderfasching angesagt.

"Klimaneutraler" Faschingszug in Sulzbach

Die Oberpfälzer feiern den Kehraus kein bisschen leiser als die Niederbayern, zum Beispiel bei der Althistorischen Rötzer Fasenacht im Kreis Cham. Zu dem Faschingsumzug ab 14 Uhr mit 70 Gruppen werden sogar bis zu 20.000 Besucher erwartet, hieß es. Faschingsumzüge gibt es auch noch u.a. in Wenzenbach, in Sarching (Lkr. Regensburg), in Pfreimd (Lkr. Schwandorf) und in Rosenberg (Lkr. Amberg-Sulzbach) geht sogar ein klimaneutraler, CO2 freier Faschingszug an den Start. Motorisierte Fahrzeuge sind dort tabu, Fußgruppen mit oder ohne Leiterwagerl, Schubkarren und dergleichen jedoch herzlich willkommen.

Ein Hoch auf die Schlachtschüssel

Der "Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste" hat am Faschingsdienstag (14 Uhr) in Bad Höhenstadt (Lkr. Passau) seine alljährliche Jahreshauptversammlung. Bevor es ans Essen geht, erleben die knapp 250 Gäste im Stopfinger-Saal kabarettistische Gesangs- und andere Einlagen. Der "Minister für Innereien" (Historiker Hans Göttler) liest hiesigen und überregionalen Politikern die Leviten. Außerdem wird einer regionalen Persönlichkeit der "Orden wider die beleidigte Leberwurst" verliehen, die höchste Auszeichnung, die der Schlachtschüsselverein vergeben kann. Das Publikum skandiert dazwischen immer wieder "Lass die Sau raus – oi oi oi!".

Blut- und Leberwurst im Schatten der Weißwurst

Erst nach dem gemeinsamen Singen der Leberwursthymne ("Gott mit Dir Du Land der Würste. Voller Leber, voller Blut.") werden gschmackige Leber- und Blutwürste serviert - mit Wammerl, Salzkartoffeln und Sauerkraut als Beilagen. Der Schlachtschüsselverein wurde in den 1990er Jahren gegründet, weil die Blut- und Leberwürste nach Ansicht der Höhenstädter - im Gegensatz zur allseits geschätzten Weißwurst - eher ein Schattendasein fristen. Die Mitgliederzahl hat sich von anfangs gut 100 auf weit über 300 gesteigert.