Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Fasching: So anstrengend ist das Leben als Prinzenpaar | BR24

© Narwalla Ingolstadt

Stefan I. und Sabina I., Narwalla Ingolstadt, Prinzenpaar 2018/2019

1
Per Mail sharen
Teilen

    Fasching: So anstrengend ist das Leben als Prinzenpaar

    Tanzstunden, Proben und bis zu 50 Auftritte in der Session: Als Prinzenpaar bestimmt der Fasching zeitweise das ganze Leben. Was für manche nur nach Arbeit und Anstrengung klingt, ist für andere die Erfüllung eines Kindheitstraums.

    1
    Per Mail sharen
    Teilen

    Viel Zeit blieb Sabina Federzoni nicht, um noch einmal durchzuatmen. Vergangenes Jahr am 11.11. wurde sie als neue Prinzessin vorgestellt, an einem Sonntag. Und schon am Montag ging es los für Sabina I. von der Narwalla Ingolstadt: Mit der Schneiderin ins Geschäft, um Stoffe für die Kostüme auszusuchen, anschließend die Tanzstunden - "und dann haben wir eigentlich fast täglich trainiert."

    Die Amtszeit von Sabina I. und Stefan I. endet heute, wenn ihre Nachfolger inthronisiert werden. Hinter beiden liegt eine volle, teilweise auch stressige Faschingssession. Für die 20-Jährige aber vor allem "ein persönlicher Kindheitstraum", den sie sich erfüllt hat.

    Bis zu 50 Auftritte für das Prinzenpaar im Fasching

    Wer sich dafür entscheidet, den Fasching als Prinzenpaar zu begehen, hat einen vollen Terminkalender: Erfahrene Tänzer brauchen vermutlich etwas weniger Unterricht, aber Neulinge müssen durchaus jede Woche ein paar Abende opfern. Und um gemeinsame Proben mit der Garde oder der Showtanzgruppe kommt ohnehin niemand herum.

    Und das sind auch nur die Vorbereitungen. Richtig hoch her geht's beim Faschingstreiben zwischen dem unsinnigen Donnerstag und dem Faschingsdienstag. Fünf oder sechs Mal trat Sabina Federzoni täglich auf, manchmal spät am Abend, wenn es am nächsten Morgen schon wieder früh in einer Schule weiterging. "Das Faschingswochenende war schon sehr stressig. Wir hatten so knapp 50 Auftritte."

    Prinzessin: Faschingskostüme für 1.000 Euro und mehr

    Neben Zeit sollten die Prinzessinnen und Prinzen aber auch bereit sein, teilweise mehrere Tausend Euro in ihr Amt zu stecken. Wie viel sie selbst zahlen müssen, unterscheidet sich von Verein zu Verein. Allein für ein Kleid können schnell 1.000 Euro und mehr fällig werden.

    Und wie bei Sabina I. und Stefan I. kann dann noch das eine oder andere Extra obendrauf kommen: Zum Beispiel das Cabrio, mit dem sie winkend zum Krönungsball durch die Stadt fuhren. Oder die Musikkapelle für diesen Tag. Oder auch mal eine Runde Freigetränke, die das Prinzenpaar der Garde spendierte, weil das oft so üblich ist.

    Sabina Federzoni hatte das Glück, dass ihre Eltern sie finanziell unterstützten. Für die Studentin war jedoch klar, als sie sich bewarb: "Es ist so ein schönes Erlebnis, das man nur einmal im Leben machen kann. Da war ich bereit, mehr dafür auszugeben."