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Fasching in Gefahr? Vorbereitungen laufen trotzdem | BR24

© BR/ Rudolf Heinz

In knapp zwei Monaten beginnt die Faschingssaison bzw. sie würde beginnen: Derzeit wird beraten, ob der Fasching dieses Jahr ausfallen muss - coronabedingt. Doch eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen...

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Fasching in Gefahr? Vorbereitungen laufen trotzdem

Die Vorbereitungen für die Faschingssaison 2021 laufen. Es ist zwar nicht sicher, ob die Veranstaltungen aufgrund von Corona im nächsten Jahr stattfinden können, die Faschingsvereine bereiten sich allerdings trotzdem vor.

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Bis zur nächsten Faschingssaison 2021 sind es zwar noch ein paar Monate hin, aber die Vorbereitungen laufen bereits jetzt. Was, wenn die Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden können? Manche Bands wurden schon Monate im Voraus gebucht, den Ausfall müssen die Veranstalter - oft kleine Vereine - selbst tragen. Und das Proben von Faschingsgarden ist mit Abstandsregeln kaum realisierbar, das spürt auch die Faschingsgesellschaft Narrhalla aus Kümmersbruck bei Amberg.

Tänzerinnen trainieren bereits seit April

Die Gardemädchen trainieren schon seit Mitte April. Während des „Lock-Downs“ ging das nur über Videokonferenzen. Seit Juni trainieren sie zusammen auf dem Parkplatz vor dem Vereinsheim, im Gebäude dürfen sie nämlich nicht trainieren. Laut der aktuellen Corona-Hygienevorschriften ist das Vereinsheim zu klein für die vielen Tänzerinnen. Die Trainingssituation auf dem Parkplatz ist für den Faschingsverein nur ein kleines Problem. Für Kopfzerbrechen sorgen eher die anstehenden Kosten, erzählt der erste Präsident, Dieter Streber, dem Bayerischen Rundfunk.

"Die Säle und Musiker sind ja alle gebucht. Die ganzen Kosten kommen jetzt dann alle auf uns zu. Wir wissen noch nicht, wie wir die Kosten stemmen können, wenn der Fasching tatsächlich abgesagt wird. Die Politik muss jetzt eine Entscheidung treffen." – Dieter Streber, 1. Präsident der Faschingsgesellschaft Narrhalla

Faschingsgesellschaft sorgt sich um Kosten

Doch was kann ein Verein tun, wenn die Band und der Saal schon gebucht sind? Der Amberger Rechtsanwalt Jörg Jendricke warnt vor zu schnellen Entscheidungen."Man muss darauf warten, bis die Politik eine Entscheidung getroffen hat. Wenn ein Verein als Vorsorge, den Vertrag mit der Band storniert, kann das Folgen haben. "Falls der Fasching doch stattfindet, kann die Band die volle Gage vom Verein verlangen", so Jörg Jendricke, Rechtsanwalt in Amberg. Die Faschingsgesellschaft Narrhalla hofft, dass die Politik so schnell wie möglich eine Entscheidung trifft. Denn je länger gewartet wird, umso kostspieliger sind die Folgen für den Verein.

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