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Hochzeiten dürfen wieder gefeiert werden, mit Hygienemaßnahmen.

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    FAQ: Welche Corona-Regeln gelten für Hochzeiten in Bayern?

    Das Coronavirus hat so manchem Brautpaar die Planung für ihre Feierlichkeiten durcheinandergewirbelt. Seit Anfang des Monats darf wieder gefeiert werden – aber unter Hygieneauflagen. Hier lesen Sie, welche Regeln gelten.

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    Von
    • Vera Cornette

    Die Corona-Zahlen gehen deutlich zurück. Das freut unter anderem diejenigen, die schon länger auf ihre Hochzeit warten. Trotzdem muss am Tag der Trauung einiges beachtet werden.

    Wie viele Personen sind bei der Hochzeitsfeier erlaubt?

    Das ist eine knifflige Frage, denn die erlaubte Personenzahl richtet sich nach der 7-Tage-Inzidenz und kann zu regionalen Unterschieden in Bayern führen. In der 13. Bayerischen Infektionsschutzverordnung ist das genau festgelegt: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 darf mit bis zu 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel gefeiert werden.

    Liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 50, sind 50 Personen in geschlossenen Räumen und 100 unter freiem Himmel erlaubt. Bei einer Inzidenz über 100 greift die Bundesnotbremse: Hochzeiten, wie auch Geburtstage, sind dann gar nicht erlaubt.

    Laut einer Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums müssen alle Gäste nur bei einer Inzidenz über 50 einen negativen Corona-Test vorweisen. Unter 50 ist kein Test erforderlich. Während Genesene und geimpfte Personen nicht mitgezählt werden, werden Kinder unter 14 allerdings dazu gerechnet.

    Wann müssen Brautpaar und Gäste Masken tragen?

    Im Standesamt gilt, was das jeweilige Standesamt anordnet. In der Kirche beim Traugottesdienst gilt hingegen für die Besucher und auch das Brautpaar FFP2-Maskenpflicht. Einzige Ausnahme: wenn der Gottesdienst unter freiem Himmel stattfindet – es sei denn, die Kirche hat andere individuelle Regeln.

    Findet die Hochzeit in einem Restaurant statt, gilt für die Gäste und das Brautpaar FFP2-Maskenpflicht, solange sie nicht am Tisch sitzen. Findet die Feier als geschlossene Gesellschaft in einem eigenen Raum statt, kann unter Einhaltung des Mindestabstandes auf Masken verzichtet werden – auch wenn getanzt oder zwischen den Tischen hin- und hergewechselt wird.

    Es bleibt aber bei FFP2-Maskenpflicht, wenn sich Gäste außerhalb des Raums bewegen – sprich im Eingangsbereich des Restaurants, auf dem Flur oder dem WC.

    Gibt es ein Tanzverbot?

    Tanzen oder die typischen Hochzeitsspiele sind erlaubt – auch ohne Einhaltung des Mindestabstands. Das Gesundheitsministerium empfiehlt jedoch, die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln soweit wie möglich einzuhalten.

    Zählen Fotografen, Musiker und Servicekräfte zur Hochzeitsgesellschaft dazu?

    Personal und Dienstleister werden dann mitgezählt, wenn sie Kontakt mit den Hochzeitsgästen haben – das heißt: Mitarbeiter in der Küche werden nicht mitgezählt, Servicepersonal, DJ, Fotograf & Co schon. Ausnahme: Wenn die Personen geimpft oder genesen sind, dann zählen sie nicht mit.

    Wer braucht ein Hygienekonzept?

    Wer im Restaurant feiert, der ist nicht selbst verantwortlich für ein Hygienekonzept, sondern der Veranstalter steht in der Verantwortung, ein derartiges Konzept zu erarbeiten. Auf Verlangen muss das der Kreisverwaltungsbehörde vorgelegt werden – das gilt auch für spezielle Hochzeitslocations. Brautpaare, die zu Hause oder in privaten Räumlichkeiten feiern, müssen grundsätzlich kein Hygienekonzept erstellen.

    Ansprechpartner für weitere Fragen ist die örtliche Kreisverwaltungsbehörde.

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