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Fan-Friedhof in Fürth: "In Ewigkeit dem Kleeblatt verbunden" | BR24

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In Fürth gibt es nun ein Gräberfeld für Fußballfans der SpVgg Greuther Fürth. Es ist das erste Fan-Grabfeld in Bayern. Das Stadion liegt 500 Meter vom städtischen Friedhof entfernt, der Torjubel ist somit bis zum Grabfeld zu hören.

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Fan-Friedhof in Fürth: "In Ewigkeit dem Kleeblatt verbunden"

Die Stadt Fürth hat auf dem städtischen Friedhof ein Gräberfeld für Fußballfans der Spielvereinigung Greuther Fürth eingerichtet. Es ist das erste Fan-Grabfeld in Bayern. Die Anhänger können so noch im Tod mit ihrem Fußballverein vereint sein.

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Das Grabfeld auf dem Fürther Friedhof ist mit einem großen grünen Kleeblatt markiert – das Logo des Vereins und der Stadt Fürth. Zudem wurde der Schriftzug "In Ewigkeit dem Kleeblatt verbunden" an der Gedenktafel angebracht. Die Gräber werden in Zukunft schlicht unter grünem Gras auf dem Friedhof liegen.

Einzigartig in Bayern

Laut der Stadt Fürth ist es das erste Fan-Grabfeld in Bayern. Seit einigen Jahren können sich bereits Fans des Hamburger SV und von Schalke 04 auf eigenen Fan-Feldern beerdigen lassen. In Hamburg jedoch ist das Interesse daran bislang nicht sehr groß. "Am Anfang wird es etwas dauern, aber nach und nach wird sich das Feld schon füllen", ist Ralf Meyer, der Leiter des Standesamts in Fürth und damit zuständig für den Friedhof, überzeugt. Mit 80 Urnenplätzen und sechs Plätzen für Erdbestattungen sei es auch kein riesiges Feld, betont Meyer weiter: "Ich denke schon, dass es von den Fans angenommen wird". Die Kosten seien auch nicht höher als bei anderen Gräbern.

Nähe zu Stadion und Fußballerlegenden

SpVgg-Präsidiumsmitglied Jürgen Schmidt findet das Grabfeld für die Fürther Fans sehr gelungen.

"In 500 Meter Luftlinie entfernt liegt das Stadion. Und wenn ein Spiel ist, dann ist bis hierher zu hören, wenn die Spielvereinigung ein Tor geschossen hat." Jürgen Schmidt, SpVgg-Präsidiumsmitglied

Zudem liegen am Fürther Friedhof viele bekannte Fußballerpersönlichkeiten des Vereins begraben, darunter zum Beispiel: Karl "Charly" Mai und Herbert Erhard. Beide gehörten 1954 beim Wunder von Bern zum Kader der deutschen Nationalmannschaft. Der Fürther Mai kam bei dem Spiel damals auch zum Einsatz.