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Falscher Polizist vor dem Augsburger Amtsgericht angeklagt | BR24

© BR/Susanne Hofmann

Es ist eine beliebte Masche: Betrüger geben sich als Polizisten aus und versuchen, ihren Opfern Geld abzuknöpfen. Die Täter sind meist schwer zu fassen. In Augsburg ist es dennoch gelungen: Der falsche Polizist steht jetzt vor Gericht.

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Falscher Polizist vor dem Augsburger Amtsgericht angeklagt

Es ist eine beliebte Masche: Betrüger geben sich als Polizisten aus und versuchen, ihren Opfern Geld abzuknöpfen. Die Täter sind meist schwer zu fassen. In Augsburg ist es dennoch gelungen: Der falsche Polizist steht jetzt vor Gericht.

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Vor dem Amtsgericht Augsburg muss sich ein 37-Jähriger verantworten, der als falscher Polizist 42.000 Euro ergaunert haben soll. Laut Anklage agierte er als Teil einer Bande. Deren Mitglieder rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizisten, aber auch als Richter oder Staatsanwälte aus. Sie warnen vor einem bevorstehenden Diebstahl und fordern ihre Opfer dazu auf, ihnen sicherheitshalber ihr Vermögen oder Wertgegenstände zu übergeben.

Anklage wegen Betrugs

Der 37-Jährige hat das auch geschafft: Im vergangenen Sommer erbeutete er so die 42.000 Euro von einer Frau. Sie überwies das Geld auf das Konto des Angeklagten. Ein zweiter Versuch, bei dem die Bande die Frau zur Überweisung von 19.000 Euro aufforderte, scheiterte jedoch. Der Mann ist nun wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in Tateinheit mit versuchtem banden- und gewerbsmäßigen Betrug angeklagt.

Welle von betrügerischen Anrufen in Schwaben

Die falschen Polizisten, Staatsanwälte oder Richter sind oft schwer zu fassen: Häufig rufen sie ihre Opfer von Callcentern im Ausland an. Das Polizeipräsidium Schwaben Nord beobachtet derzeit wieder eine Welle solcher betrügerischer Telefonanrufe. So meldeten sich beispielsweise am Sonntagabend an die 70 Betroffenen bei der Polizei. Die Anrufe gingen schwerpunktmäßig im Raum Nördlingen und Donauwörth ein.