Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Falsche Polizisten: Was rät die schwäbische Polizei? | BR24

© BR

Die Polizei warnt immer wieder vor Anrufen falscher Polizisten. Die Betrüger bringen ihre Opfer um viel Geld: zum Teil um sechsstellige Beträge. Unser Reporter hat einen Mann getroffen, der von solchen Betrügern angerufen wurde.

3
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Falsche Polizisten: Was rät die schwäbische Polizei?

Betrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben und ihre Opfer um hohe Geldsummen bringen, beschäftigen die Beamten der echten Polizei in Schwaben. Betrugs-Anrufe falscher Polizisten gibt es praktisch täglich in Schwaben. Was die Polizei rät.

3
Per Mail sharen
Teilen

Als Anfang des Jahres bei Rentner Friedrich Baumeister in Burgau das Telefon klingelt, weiß er noch nicht, dass in den nächsten Stunden jemand versuchen wird, ihn um seine gesamten Ersparnisse zu bringen. Der angebliche Beamte erzählt, dass eine Einbrecherbande in der Nähe geschnappt wurde und man sie gerade verhört. Und man habe Hinweise bekommen, dass Komplizen den nächsten Einbruch bei Herrn Baumeister planen. Ob er denn Ersparnisse zu Hause im Safe hätte?

Sogar angeblicher Staatsanwalt meldet sich

Es meldet sich dann sogar ein angeblicher Staatsanwalt, erzählt auch etwas von korrupten Bankmitarbeitern und Falschgeld. Am Ende soll Herr Baumeister seine Ersparnisse in einer Tasche an einen geheimen Übergabeort bringen. Mit einer großen Tasche fährt Friedrich Baumeister also zum Übergabeort.

Echte Polizisten sind längst informiert

Was die Täter nicht wussten: Friedrich Baumeister hatte von Anfang an Verdacht geschöpft und die echte Polizei verständigt. Er hat weder einen Safe mit Bargeld zuhause noch besitzt er ein Bankschließfach. In seiner Tasche war nur Falschgeld und rund um den Übergabeort schon echte Zivilpolizisten, die die Kuriere festnehmen konnten.

Hoher Schaden bei den Opfern

Allein in Schwaben gab es in diesem Jahr über 1.600 Betrugsversuche von falschen Polizisten am Telefon. Erfolgreich waren die Betrüger in 18 Fällen. Allerdings hatten die Opfer einen durchschnittlichen Schaden von über 25.000 Euro zu beklagen.

Täter gehen sehr professionell vor

Die Täter sitzen im Ausland, gehen dabei sehr professionell vor, sprechen akzentfrei Deutsch und gaukeln als falsche Polizisten den Opfern am Telefon vor, dass man deren Geld vor einer umherstreifenden Einbrecherbande schützen wolle. Die Opfer übergeben ihr Erspartes dann einem falschen Polizisten in Zivil.

Echte Polizei rät zu gesundem Misstrauen

Die echte Polizei sagt: Sie würde niemals die Herausgabe von Geld verlangen. Die Kriminalpolizei rät auch zu einem gesunden Misstrauen am Telefon. Beim leisesten Zweifel solle man auflegen und die echte Polizei verständigen.

© BR

Das Telefon klingelt, ein falscher Polizist ist dran und erklärt, dass eine Einbrecherbande ihr Unwesen treibt und die eigenen Ersparnisse in Gefahr sind. Man solle sie der "Polizei" übergeben. Am Ende verlieren die Opfer oft sehr viel Geld.