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Falsche Polizisten erbeuten mehrere zehntausend Euro in Erlangen | BR24

© picture alliance/Friso Gentsch/dpa

Eine Dienstmarke der Kriminalpolizei. Marken und Dienstausweise, können Polizisten durch eine bestimmte Dienstnummer identifizieren.

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    Falsche Polizisten erbeuten mehrere zehntausend Euro in Erlangen

    Mehrere zehntausend Euro haben falsche Polizisten bei einer Seniorin in Erlangen erbeutet. Die Betrüger gaben an, dass sie angebliches Falschgeld austauschen müssten. Die Polizei bittet nun um Zeugenhinweise und gibt Verhaltenstipps.

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    Wie die Polizei mitteilt, hatten Betrüger am Dienstagabend (22.09.20) bei der Frau angerufen und gaben sich als Polizeibeamte aus. Weil sie angeblich Falschgeld von ihrer Bank erhalten habe, händigte die Seniorin den falschen Beamten das Bargeld aus.

    Falscher Polizist "Franz Koch" am Telefon

    Laut Polizei stellte sich der Anrufer zuvor als "Franz Koch" der "Polizeiabteilung 13" vor. Um das angebliche Falschgeld abzuholen, würde laut des Betrügers am Telefon eine Polizeibeamtin vorbeikommen. Weil die Angerufene tatsächlich Kundin bei der genannten Bank war und über einen längeren Zeitraum Bargeld abgehoben habe, war die Frau über den Anruf sehr beunruhigt, so die Polizei.

    Abholung des angeblichen Falschgelds vor der Wohnungstür

    Einem Austausch des angeblichen Falschgeldes durch die Anrufer in richtiges Geld willigte sie daher ein. Kurz nach dem Anruf erschien eine falsche Polizistin bei der Seniorin, die sich als "Emilia Schmidt" vorstellte. Sie half der aufgeregten Seniorin bei der Verpackung des Bargeldes in eine Tüte. Diese wurde anschließend vor der Wohnungstür abgelegt, während die unbekannte Tatverdächtige weiter die Geschädigte überwachte. Nachdem das Geld von weiteren Betrügern abgeholt worden war, suchte auch "Emilia Schmidt" das Weite.

    Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise

    Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs aufgenommen und bittet um Mithilfe der Bevölkerung. Wer von Dienstagabend bis Mittwoch früh verdächtige Personen oder Fahrzeuge mit auswärtigem Kennzeichen im Bereich der Oppelner Straße in Erlangen wahrgenommen hat, soll sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 mit den Beamten in Verbindung setzen.

    Verhaltenstipps der Polizei zum Umgang mit unbekannten Anrufern

    Darüber hinaus warnt die Polizei vor betrügerischen Telefonanrufen angeblicher Polizeibeamter. Laut Mitteilung würden sich die betrügerischen Anrufe falscher Polizeibeamter seit Mitte September in Mittelfranken häufen, ein Schwerpunkt liegt demnach im Bereich Erlangen. Die Ermittler geben daher folgende Verhaltenstipps:

    • Sprechen Sie mit Angehörigen über Gefahren durch betrügerische Telefonanrufe
    • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf
    • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder nach Vermögensverhältnissen fragen
    • Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten
    • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis
    • Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
    • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei

    Auch Bankangestellte sollen wachsam sein

    Weiterhin bitten die Ermittler Bankangestellte darum, Senioren bei auffällig hohen Geldabhebungen auf die Betrugsmaschen hinzuweisen oder gleich die Polizei zu verständigen. Der Schwerpunkt der betrügerischen Telefonanrufe falscher Polizeibeamter liegt derzeit neben Erlangen im Bereich des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

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