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Fall von Hasenpest nahe Hammelburg | BR24

© picture-alliance/dpa - Moritz Vennemann

Hase im Freien (Symbolbild)

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Fall von Hasenpest nahe Hammelburg

Ein Jäger hat einen toten Feldhasen nahe Hammelburg (Lkr. Bad Kissingen) entdeckt. Brisant dabei: Das Tier hatte sich mit der Hasenpest infiziert. Für Mensch und Hund kann der Kontakt mit kranken Tieren gefährlich werden.

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Ein Jäger hat nahe Hammelburg einen toten Feldhasen aufgefunden. Das Tier hatte sich mit Tularämie (Hasenpest) infiziert. Das teilte das Landratsamt Bad Kissingen mit. Dabei handelt es sich um eine vorwiegend bei Hasen, Kaninchen und anderen Nagern auftretende, häufig tödlich verlaufende Erkrankung.

Auf den Menschen übertragbar

Betroffene Tiere machen einen kranken, schwachen Eindruck und verlieren ihr natürliches Fluchtverhalten. Die Krankheit ist auf den Menschen übertragbar, etwa durch direkten Kontakt über Haut und Schleimhäute, durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch, das Einatmen von kontaminiertem Staub oder durch Stiche blutsaugender Insekten. Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen, zumeist werden Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie schmerzhafte Lymphknotenschwellungen beobachtet. In der Regel ist die Krankheit gut behandelbar, in seltenen Fällen kommt es jedoch zu Todesfällen.

Wildbret gut durchgaren

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Das Veterinäramt empfiehlt unter anderem, in freier Natur aufgefundene kranke oder verendete Feldhasen oder Wildkaninchen keinesfalls zu berühren. Auch Hunde sollten keinen Kontakt zu solchen Tieren haben. Wildbret von Feldhasen und Wildkaninchen sollte nur gut durchgegart verzehrt werden. Das Landratsamt empfiehlt außerdem Jägern und anderen Personen, bei denen nach Kontakt zu Wildtieren unklare Erkrankungen auftreten, einen Arzt aufzusuchen und diesen darauf hinzuweisen.