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Fall Sophia: Spanischer Rechtsmediziner sagt per Video aus | BR24

© BR Studio Franken/Andi Ebert

Vor dem Landgericht Bayreuth geht der Prozess um die getötete Amberger Studentin Sophia L. weiter. Unter anderem soll ein Rechtsmediziner aus Spanien aussagen. Er wird per Videokonferenz zugeschaltet.

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Fall Sophia: Spanischer Rechtsmediziner sagt per Video aus

Vor dem Landgericht Bayreuth geht der Prozess um die getötete Amberger Studentin Sophia L. weiter. Unter anderem soll ein Rechtsmediziner aus Spanien aussagen. Er wird per Videokonferenz zugeschaltet.

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Im Juni 2018 war Sophias verbrannter Leichnam auf einem Parkplatz in Spanien gefunden worden. Die Rechtsmediziner dort hatten keine leichte Aufgabe: Sie sollten herausfinden, ob Sophia vor ihrem Tod von dem angeklagten Lkw-Fahrer sexuell missbraucht wurde. Ein spanischer Rechtsmediziner wird per Videokonferenz in den Gerichtssaal geschaltet. Er soll erläutern, ob bei der Obduktion des Leichnams Spuren eines sexuellen Übergriffs gefunden wurden.

Wollte Lkw-Fahrer sexuellen Übergriff auf Sophia vertuschen?

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wirft dem 42-jährigen Angeklagten vor, die Leiche der Tramperin angezündet zu haben, um den sexuellen Übergriff auf sie zu vertuschen. Der Lkw-Fahrer aus Marokko bestreitet dies. Zum Auftakt des Prozesses sagte er aus, er sei mit der 28-Jährigen in einen handfesten Streit geraten und habe sie dann mit einer Eisenstange erschlagen. Bei den Hinterbliebenen entschuldigte er sich für die Tat.

Sophia auf einem Parkplatz in Oberfranken getötet

Die Germanistik-Studentin Sophia L. wollte am 14.06.2018 von ihrem Studienort Leipzig nach Nürnberg trampen. Von dort wollte sie weiter zu ihren Eltern nach Amberg fahren. An einer Tankstelle an der A9 stieg sie beim Angeklagten in den Lkw. Auf einem Parkplatz in Oberfranken soll es zu dem Gewaltverbrechen gekommen sein, ermittelte später die Polizei. Der Lkw-Fahrer soll Sophias Leiche anschließend in eine Decke gewickelt, mit dem Lkw nach Spanien gebracht und sie angezündet haben.

Urteil im Fall Sophia im September erwartet

Insgesamt sind in dem Prozess 17 Zeugen geladen. Im Gerichtssaal sind ein psychiatrischer Sachverständiger und ein Rechtsmediziner anwesend. Außerdem soll ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamtes München aussagen. Im September wird das Urteil gegen den 42-jährigen Lkw-Fahrer erwartet.