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Fall Peggy: Pollen führten zum Verdächtigen | BR24

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Im Fall der toten Peggy hat ein Verdächtiger ein Teilgeständnis abgelegt. Die Polizei ermittelt gegen den 41-Jährigen wegen Mordverdachts.

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Fall Peggy: Pollen führten zum Verdächtigen

Im Fall Peggy hat ein Mann gestanden, das tote Mädchen 2001 in ein Waldstück in Thüringen gebracht zu haben. Winzig kleine Spuren von Pollen führten die Ermittler zu dem 41-Jährigen.

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Gegen den Mann werde nun wegen Mordverdachts ermittelt, sagte der Leiter der Soko Peggy, Uwe Ebner, bei einer Pressekonferenz in Bayreuth. Der Beschuldigte befindet sich aber auf freiem Fuß. Den Angaben zufolge hat Manuel S. gestanden, den leblosen Körper von Peggy an einem Bushäuschen in Lichtenberg von einem anderen Mann übernommen zu haben. Den Namen des Mannes nannte er den Ermittlern gegenüber auch. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten zur Identität des anderen Mannes keine Angaben machen.

Beschuldigter hat Peggys Jacke verbrannt

Er habe noch versucht, Peggy zu reanimieren, sagte Manuel S. in seiner Vernehmung. Anschließend habe er den leblosen Körper in eine rote Decke gewickelt, in den Kofferraum seines goldenen Audi 80 gelegt und in einem Waldstück in Thüringen abgelegt. Wenige Tage später habe er den Schulranzen und die Jacke des Mädchens bei sich zu Hause verbrannt. Was vor der Übergabe der Leiche passiert ist und wie das Mädchen ums Leben gekommen ist, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

"Wir sind in den Ermittlungen einen wesentlichen Schritt weitergekommen. Aber jetzt sind weitere Ermittlungen nötig." Uwe Ebner, Leiter der Soko Peggy

Spuren am Fundort von Peggys Überresten in Thüringen

Den entscheidenden Hinweis haben Spuren gegeben, die 2016 am Fundort von Peggys sterblichen Überresten gefunden wurden. Darunter sind mikroskopisch kleine Pollen, die als Torf identifiziert wurden. Dadurch ergab sich ein Zusammenhang mit Gartenarbeiten von Manuel S. am Tattag, die den Ermittlern bereits bekannt waren. Außerdem wurden Farbreste in dem Waldstück gefunden, die ebenfalls auf Manuel S. hindeuten. Er hatte damals renoviert.

Wer hat den goldenen Audi gesehen?

Am Tag ihres Verschwindens war Peggy um 13.24 Uhr zuletzt am Henry-Marteau-Platz in Lichtenberg gesehen worden. Manuel S. war an diesem Tag um 15.17 in der dortigen Sparkassen-Filiale gesehen worden. Entgegen seiner bisherigen Angaben war er mit seinem Audi 80 am Nachmittag des 7. Mai in Lichtenberg unterwegs. Trotz der langen Zeit konnte die Polizei den Audi finden und kriminaltechnisch untersuchen. Die oberfränkische Polizei hat erneut eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro auf Hinweise zum dem Fall ausgesetzt. Die konkreten Fragen: Wer hat am Montag, 7. Mai 2001, den goldfarbenen Audi 80 gesehen? Wer hat an oder in dem Fahrzeug Personen wahrgenommen, gegebenenfalls mit Peggy Knobloch? Wer hat Manuel S. zuvor jemals zusammen mit Peggy gesehen?

© Polizeipräsidium Oberfranken

Goldener Audi 80