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Fall Monika Frischholz: Grabungen gehen nächste Woche weiter | BR24

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Die Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg ist vor fast 43 Jahren spurlos verschwunden. Am Montag und Dienstag gruben Ermittler in einem Waldstück bei Georgenberg nach der Leiche des Mädchens. Nächste Woche soll es weitere Grabungen geben.

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Fall Monika Frischholz: Grabungen gehen nächste Woche weiter

Die Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg ist vor fast 43 Jahren spurlos verschwunden. Am Montag und Dienstag gruben Ermittler in einem Waldstück bei Georgenberg nach der Leiche des Mädchens. Nächste Woche soll es weitere Grabungen geben.

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Nachdem die Polizei am Dienstag die Suche nach der Leiche der seit fast 43 Jahren vermissten Monika Frischholz in Georgenberg eingestellt hat, soll es kommende Woche mit Grabungen weiter gehen. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Stellen ermittelt, wo die damals Zwölfjährige vergraben sein könnte. Nun werde aber erstmal das Material ausgewertet, das man bei der Grabung in den vergangenen beiden Tagen sichergestellt habe, so ein Polizeisprecher.

Es seien mehrere Gegenstände sichergestellt worden, die nun untersucht werden müssten, sagte Polizeisprecher Florian Beck am Mittwoch. Es sei noch unklar, ob sie mit dem Verschwinden des Mädchens in Zusammenhang stehen. Neben einem Auto und viel Unrat hätten die Beamten auch Stofffetzen ausgegraben.

Der gefundene VW Käfer stehe ersten Erkenntnissen nach eher nicht mit dem Fall in einem Zusammenhang, sagte Beck. Die Ermittlungen zum Fahrzeughalter dauerten noch an. Es sei durchaus möglich, dass das Auto einfach zur Entsorgung vergraben worden sei. Die Stelle sei sehr abgelegen. Es sei gut möglich, dass das niemandem aufgefallen sei.

Skelett-Teile können noch gefunden werden

Rechtsmediziner bestätigen, dass man durchaus noch Skelett-Teile finden könnte. Prof. Matthias Graw, der Leiter der Münchner Rechtsmedizin, sagte dem BR, Knochen, Zähne oder auch Haare könnten noch gefunden werden. Es komme aber auf die Beschaffenheit des Bodens an und in welchem Zustand die Leiche dorthin gebracht wurde.

Auch Überreste einer Kleidung könnten noch DNA-Spuren bringen, dabei komme es aber darauf an, ob und welche Kleidung Monika trug. Polyester könnte so lange überdauern im Boden, Baumwolle hingegen weniger. Sollten tatsächlich noch Skelett-Teile gefunden werden, kann es Wochen dauern, bis sie mit einem DNA-Abgleich zweifelsfrei einer Person zugeordnet werden können.

Jeder Hinweis kann von Bedeutung sein

Die Polizei geht weiterhin von einem Mord aus und wird die Suche nach der Leiche fortsetzen. Zudem nimmt sie weiterhin Zeugenhinweise entgegen (Tel: 0961/401-291). Auch Erzähltes von Eltern, Großeltern oder Bekannten könne weiter helfen, so Polizeisprecher Florian Beck. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein, ermuntert Beck. Mögliche Zeugen sollen nicht davon ausgehen, dass die Polizei gewisse Details oder Beobachtungen bereits kenne.

Für den entscheidenden Hinweis, der zur Klärung des Falls beitragen kann, sind nach wie vor 10.000 Euro als Belohnung ausgesetzt.

Monika Frischholz verschwand am 24. Mai 1976 in Flossenbürg spurlos. Sie traf sich am Nachmittag mit Freundinnen, ging spazieren und trennte sich dann von ihren Kameradinnen. Zuletzt gesehen wurde sie in der Froschau in Flossenbürg, nahe des Ortsausgangs. Ein Zeugenhinweis brachte im Dezember neue Ermittlungen ins Rollen. Unterstützt wird die Ermittlungsgruppe "Froschau" von Spezialisten des LKA und des BKA.

© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Bei den Grabungen wurde das Wrack eins grünen VW Käfers gefunden.