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Knochenfund bei Grabungen im Fall Monika Frischholz | BR24

© BR/Margit Ringer

Am zweiten Tag der Grabungsarbeiten im Zuge der Suche nach der seit 1976 vermissten Monika Frischholz hat die Polizei den Fund von Knochenteilen bestätigt. Diese werden nun untersucht. Die Grabungen sind vorerst beendet.

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Knochenfund bei Grabungen im Fall Monika Frischholz

Am zweiten Tag der Grabungsarbeiten im Zuge der Suche nach der seit 1976 vermissten Schülerin Monika Frischholz hat die Polizei einen Fund von Knochenteilen bestätigt. Diese werden nun untersucht. Die Grabungen bei Waldkirch sind vorerst beendet.

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Bei den Grabungsarbeiten in einem Waldstück bei Waldkirch im Rahmen der Suche nach der der 1976 verschwundenen Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg sind bereits am Montag Knochenteile gefunden worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Allerdings ist noch unklar, ob es sich um Tier- oder Menschenknochen handelt. Sie werden nun in einem Institut für Rechtsmedizin untersucht. Die Polizei ist entsprechend vorsichtig:

"Es ist schwierig, die zu beurteilen, da es sich um sehr kleine Teile handelt. Die ersten Einschätzungen gehen dahin, dass es sich wohl um tierische Knochen handelt. Man kann das aber nicht abschließend beurteilen. Deshalb hat man gesagt, man muss hier weitere Untersuchungen durchführen und das kann mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen." Florian Beck, Polizeisprecher

Grabung mit drei Baggern in der Nähe des Autowracks

Den ganzen Tag über hat die Polizei auch am Dienstag weiter gegraben. Dabei waren drei Bagger im Einsatz, die die am Ende schultertiefe Grube immer weiter vergrößerten - immer mit der Hoffnung, neue Indizien zu finden.

"Wir würden uns natürlich wünschen, dass man nach so langer Zeit die Monika finden würden. Wir können es nicht sagen. Wir können nur sagen, es ist ein möglicher Ablageort hier. Wir werden erst am Ende unserer Grabungen wissen, ob das dann tatsächlich zum Erfolg geführt hat oder nicht. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert." Florian Beck, Polizeisprecher

Auto stammt aus der Region - aber der Bezug zu Monika Frischholz ist unklar

Am Montag war bei den Baggerarbeiten auch ein im Wald vergrabenes Auto entdeckt und herausgehoben worden. Inzwischen ist klar, der verrottete grüne VW Käfer trug ein Kennzeichen aus der Region.

"Im Auto konnten wir jetzt eigentlich keine relevanten Gegenstände feststellen oder auch sicherstellen. Wir müssen jetzt prüfen: Steht dieses Fahrzeug überhaupt in Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz?" Florian Beck, Polizeisprecher
© BR/Margit Ringer

Teil des gefundenen Autowracks

Die Grabungsarbeiten im Wald wurden am Dienstagabend vorerst beendet. Erst kommende Woche sollen sie weitergehen. Möglicherweise auch andernorts. Die Ermittler glauben, dass sie in der Grube alles gefunden haben, wonach sie gesucht haben.

© BR/Margit Ringer

Die Grube nach dem Ende der Grabungsarbeiten

Hoffnung 43 Jahre nach dem Verschwinden von Monika Frischholz

In Flossenbürg, dem Heimatort von Monika Frischholz, hoffen derweil viele Menschen, dass das Verschwinden der damals Zwölfjährigen vor fast 43 Jahren aufgeklärt werden kann.

Monika Frischholz wurde am Nachmittag des 25. Mai 1976 zum letzten Mal lebend gesehen. Die Ermittler vermuten, dass die Schülerin Opfer eines Verbrechens wurde.

© BR/Rudolf Heinz

Am Tag nach dem Fund eines verrotteten Autos in einem Wald gräbt die Polizei weiter. Jetzt hat sie auch kleine Knochenteile gefunden. Sie werden derzeit in der Rechtsmedizin untersucht. Die damals zwölfjährige Schülerin verschwand vor 43 Jahren.