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Fall Monika Frischholz: Keine Leiche, aber Spuren | BR24

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Fast 43 Jahre nach dem Verschwinden der zwölfjährigen Monika Frischholz hoffen die Ermittler, den Fall aufklären zu können. Seit gestern sucht die Polizei in einem Wald nach den sterblichen Überresten des Mädchens.

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Fall Monika Frischholz: Keine Leiche, aber Spuren

Am Tag nach dem Fund eines verrotteten Autos in einem Wald nahe Flossenbürg gräbt die Polizei weiter. Bislang wurden die sterblichen Überreste von Monika Frischholz nicht gefunden. Die damals zwölfjährige Schülerin verschwand vor 43 Jahren.

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Neue Erkenntnisse im Fall der seit 1976 vermissten Monika Frischholz aus Flossenbürg haben die Polizei am Montag zu einem Autowrack geführt. Der VW Käfer war in einem Wald bei Waldkirch vergraben. Stück für Stück haben mehr als 20 Einsatzkräfte mit Schubkarren, Schaufeln und Händen das Fahrzeug freigelegt. Auch Bäume wurden gefällt, um das Auto aus der Grube heben zu können.

Am Dienstagvormittag gehen die Grabungsarbeiten weiter. Die Polizei wird weiter den Waldboden umgraben und die Erde sorgsam auf Spuren untersuchen.

Keine Leiche im vergrabenen Auto

Die sterblichen Überreste des möglicherweise ermordeten Mädchens hat die Polizei in dem Auto nicht gefunden. In dem Wagen waren aber Spuren, die "möglicherweise im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren stehen können", so ein Polizeisprecher. Nähere Angaben machte er nicht, zunächst seien "weitere Ermittlungen und Abklärungen" nötig. BR-Reporter beobachteten, wie unter anderem Stoffreste aus der Grube geholt wurden.

In dem Privatwald bei Waldkirch vermutet die Polizei weiter einen möglichen Ablageort der Leiche von Monika Frischholz. Der Anlass, hier zu graben, habe sich "auch aus einer Vielzahl von wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung" ergeben.

Für die Grabungsarbeiten waren am Montag Spezialisten verschiedener Fachrichtungen in das Waldstück gekommen: Die Spurensicherung der Kriminalpolizeiinspektion Weiden, die Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, die Staatsanwaltschaft Weiden und eine technische Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg.

© Polizei Oberpfalz

Monika Frischholz verschwand als 12-Jährige

Vermisst seit 1976

Monika Frischholz wurde am 25. Mai 1976, gegen 15.30 Uhr, in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Das Mädchen war damals 12 Jahre alt. Die Ermittler vermuten, dass die Schülerin Opfer eines Verbrechens wurde.

Sie hatte den bisherigen Ermittlungen zufolge nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Durch Zeugenaussagen aus der damaligen Zeit und durch neue Hinweise konnte die Polizei ihren Fußweg in Teilen nachverfolgen.

Belohnung soll Zeugen motivieren

Das Bayerische Landeskriminalamt hat seit Längerem eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt - für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen. Sie gilt weiter und soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben.

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43 Jahre nach dem Verschwinden der Schülerin Monika Frischholz hat die Polizei in einem Waldstück bei Waldkirch ein vergrabenes Auto gefunden und freigelegt. Die Ermittler gehen Hinweisen nach, dass die Leiche möglicherweise dort liegt.

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Autor
  • Marcel Kehrer
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