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Fall Maria Baumer: Chronologie eines ungeklärten Verbrechens | BR24

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Maria Baumer

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    Fall Maria Baumer: Chronologie eines ungeklärten Verbrechens

    An Pfingsten 2012 verschwand Maria Baumer spurlos. Lange hoffte ihre Familie, sie lebend wiederzusehen, doch im September 2013 wurden ihre sterblichen Überreste gefunden. Bis heute ist der Fall ungeklärt. Eine Chronologie der Ereignisse.

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    Das Verfahren um die getötete Maria Baumer war 2018 eingestellt worden. Jetzt ist ihr damaliger Verlobter erneut verhaftet worden.

    Hier eine Zusammenfassungen der wichtigsten Ereignisse im bislang ungeklärten Fall der Maria Baumer:

    25. Mai 2012: Zu Besuch in Bernhardswald

    Am Abend des 25. Mai wurde Maria Baumer zum letzten Mal von Freunden und Familie gesehen. Sie war mit ihrem Verlobten auf dem Anwesen seiner Familie bei Bernhardswald. In den Abendstunden sollen sie gemeinsam zurück nach Regensburg gefahren sein. Baumer und ihr Verlobter wollten in diesem Jahr heiraten. Die 26-Jährige war eine Woche zuvor zur Vorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung gewählt worden, außerdem hatte sie nach ihrem Studium eine Arbeit angefangen.

    © Kriminalpolizeiinspektion Regensburg

    Ausschnitt eines Fahndungsplakats der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg

    29. Mai 2012: Verlobter meldet Baumer als vermisst

    Maria Baumers Verlobter meldet die 26-Jährige offiziell bei der Polizei als vermisst. Er gibt an, Maria Baumer zum letzten Mal am Samstagvormittag (26.05.12) in der gemeinsamen Wohnung gesehen zu haben.

    Baumers Verlobter und ihre Familie setzten damals alle Hebel in Bewegung, um die Vermisste zu finden. Gemeinsam mit Baumers Zwillingschwester trat der Verlobte Ende Oktober 2012 auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" auf. Er zeigte Marias Handy und ihren Verlobungsring, den sie angeblich nicht mitgenommen hätte.

    Bis November 2012 gingen rund 70 Hinweise bei der Polizei ein. Unter anderem wollen zwei Frauen aus dem Ruhrgebiet die Vermisste im Juni 2012 am Bahnhof von Gevelsberg im Ruhrgebiet getroffen haben. Maria Baumer soll dabei gesagt haben, dass sie allein den Jakobsweg gehen wolle. Die Polizei suchte damals mit mehrsprachigen Plakaten zwischen Köln und Santiago de Compostela nach Baumer. Auf Hinweise wurde eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

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    2013: Fundort der sterblichen Überreste von Maria Baumer

    8. September 2013: Pilzsammler finden sterbliche Überreste

    Am 8. September 2013 wurden Maria Baumers sterbliche Überreste in einem Wald im Landkreis Regensburg von Pilzsammlern gefunden. Vier Tage später nimmt die Polizei den damals 28-jährigen Verlobten von Maria Baumer als dringend tatverdächtig fest. Er kommt in Untersuchungshaft in die JVA Straubing, wo er psychiatrisch betreut wird. Zu den Vorwürfen schwieg er.

    6. November 2013: Baumers Verlobter kommt frei

    Maria Baumers Verlobter, der zwei Monate in Untersuchungshaft saß, wurde im November 2013 freigelassen. Die zweite Haftbeschwerde seines Anwalts war erfolgreich. "Aufgrund der Neubewertung der bisherigen Ermittlungsergebnisse" sei die Strafkammer zu der Auffassung gelangt, dass kein dringender Tatverdacht mehr gegen den damals 28-Jährigen bestehe - hieß es damals. Der Verteidiger des Verlobten betonte damals, sein Mandant habe kein Motiv für die Tat. Das Paar sei glücklich gewesen.

    Ein halbes Jahr später bekräftigt Polizeisprecher Michael Rebele, dass Maria Baumers Verlobter weiterhin der Hauptverdächtige in dem Fall sei. Details dazu werden aber nicht genannt.

    4. April 2016: Anklage wegen Missbrauchs gegen Verlobten

    Der damalige Verlobte von Maria Baumer wird im April 2016 wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Verbreitung, Erwerb und Besitz von kinderpornographischen Schriften angeklagt. Er soll sich unter anderem an Domspatzen-Schülern vergangen haben.

    © BR / Veronika Meier

    Der Angeklagte (Mitte) und seine Verteidiger beim Prozess 2016 am Regensburger Landgericht

    15. Dezember 2016: Verlobter wird verurteilt

    Mitte Dezember 2016 wurde der damalige Verlobte von Maria Baumer zu zwei Jahren Haft auf Bewährung wegen sexuellen Missbrauchs und Körperverletzung verurteilt. Der Krankenpfleger aus Regensburg hatte vor Gericht die Übergriffe auf zwei Schüler des Domspatzen-Gymnasiums zugegeben. Außerdem räumte er ein, einer ehemaligen Patientin des Bezirksklinikums Beruhigungsmittel eingeflößt zu haben. Damals bestritt er, etwas mit dem Verschwinden von Maria Baumer zu tun zu haben.

    31. Dezember 2018: Ermittlungen werden eingestellt

    Die Staatsanwaltschaft stellte Ende Dezember 2018 die jahrelangen Ermittlungen im Fall Maria Baumer ein. Trotz jahrelanger Ermittlungen steht also bis heute nicht fest, wann, auf welche Weise und wo Maria Baumer gestorben ist.

    Die Staatsanwaltschaft konnte den Tatverdacht gegen Baumers damaligen Verlobten nicht beweisen.

    "Ein 'genügender Anlass' liegt nur dann vor, wenn auf Grundlage der vorliegenden Ermittlungsergebnisse am Ende einer Hauptverhandlung eine Verurteilung des Beschuldigten mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten wäre. Dies ist in Bezug auf den Tatverdächtigen nicht der Fall." Staatsanwaltschaft Regensburg