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Fall Maddie: Polizei gräbt in Kleingarten in Hannover | BR24

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Anfang Juni gingen deutsche Ermittler mit einem Verdacht im Fall "Maddie" an die Öffentlichkeit: Ein 43-jähriger Deutscher könnte mit der Tat in Verbindung stehen. Im Zuge der Ermittlungen gab es eine Durchsuchung in Hannover.

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Fall Maddie: Polizei gräbt in Kleingarten in Hannover

Im Fall der verschwundenen Maddie McCann hat die Polizei mit der Durchsuchung einer Kleingarten-Parzelle in Hannover begonnen. Grund sind laut Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den 43-jährigen Verdächtigen, einen ehemaligen Würzburger.

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Die Polizei sucht weiter nach Hinweisen auf den Verbleib der verschwundenen Maddie McCann. Sie hat deshalb damit begonnen, eine Kleingarten-Parzelle in Hannover zu durchsuchen. Mehrere Beamte durchkämmten am Dienstag das Erdreich des Grundstücks mit Schaufeln und Harken. Auch ein kleiner Bagger kam zum Einsatz. Beamte der Spurensicherung und ein Spürhund waren vor Ort. Diese Aktion stehe im Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen Mordes gegen den verdächtigen 43-Jährigen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Was in dem Kleingarten gesucht werde, sagte sie nicht. Nach Medienberichten soll die Durchsuchung des Kleingarten-Grundstückes in der Nähe des Stichkanals Hannover-Linden am Mittwoch fortgesetzt werden.

Gebürtiger Würzburger gilt als Hauptverdächtiger im Fall Maddie

Der wegen anderer Delikte in der JVA Kiel einsitzende 43-Jährige, ein gebürtiger Würzburger, steht im Verdacht, 2007 die dreijährige Maddie McCann aus einer Ferienanlage in Portugal entführt zu haben. Die Ermittler in Deutschland sind überzeugt, dass das Mädchen tot ist.

Am 3. Mai 2007 soll der Mann zu tatrelevanter Zeit im portugiesischen Praia da Luz mit dem Handy telefoniert haben. Das BKA ermittelt nach Zeugenhinweisen bereits seit 2013 im Fall Maddie gegen den Deutschen. Bislang reichten die Indizien für eine Anklage nicht aus. Der 43-Jährige wollte sich bisher nach Angaben seiner Verteidiger nicht zur Sache äußern. Der Deutsche ist auch wegen sexuellen Kindesmissbrauchs vorbestraft. Die Ermittler in Braunschweig sind für den Fall zuständig, weil der Verdächtige seinen letzten deutschen Wohnsitz in der Stadt hatte.

2007 verschwand die damals dreijährige Maddie McCann

Der "Fall Maddie" hatte vor 13 Jahren international für Aufsehen gesorgt, als die dreijährige Tochter der britischen Familie McCann aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden war. Das dreijährige Mädchen verschwand am 3. Mai 2007, kurz vor ihrem vierten Geburtstag, aus der Appartementanlage im portugiesischen Praia da Luz. Zeitweise waren die Eltern sogar selbst ins Visier der Ermittler geraten. Der Fall wurde trotz intensiver Bemühungen bislang nicht aufgeklärt.

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